Angst verstehen, Angst behandeln
Kostenfreies, digitales Fach-Event der Dr. Becker Klinikgruppe für Psycholog:innen & Psychotherapeut:innen

Fach-Event "Angst verstehen, Angst behandeln“


Kostenfreies, digitales Fach-Event der Dr. Becker Klinikgruppe für Psycholog:innen & Psychotherapeut:innen und andere medizinisch Interessierte.


Das circa 2,5-stündige digitale Live-Event fand am 15. Mai 2025 von 16:30 Uhr bis 19:00 Uhr statt. Für die Veranstaltung wurden 3 Fortbildungspunkte beantragt.



Unser Thema


Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und können Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen betreffen. Für Sie als Psychotherapeut:innen stellen sie eine zentrale Herausforderung bei der Diagnostik und Therapie dar. Wie lassen sich Angststörungen differenziert erfassen? Welche evidenzbasierten Behandlungsansätze stehen zur Verfügung? Welche Bedeutung haben neue Klassifikationssysteme für die klinische Praxis? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt unseres digitalen Fach-Events.


Unsere Expert:innen gaben einen aktuellen Überblick über Diagnostik, Therapieoptionen und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse. Schwerpunktmäßig berichteten sie über:

  • Angststörungen im höheren Lebensalter und neue diagnostische Ansätze: Herausforderungen bei der Erkennung und Behandlung der Generalisierten Angststörung (GAS) sowie Anpassungen in der Therapie.

  • Individuelle Therapieentscheidungen: Wann ist eine Pharmakotherapie sinnvoll, wann eine Psychotherapie oder eine Kombination beider Ansätze? Ein Überblick über evidenzbasierte Leitlinien.

  • Neulernen bei Ängsten durch Exposition: Praktische therapeutische Hinweise auf Basis des Inhibitionslernmodells und wissenschaftlicher Erkenntnisse.

  • Neue Klassifikationen im ICD-11: Änderungen in der Diagnostik von Angststörungen und deren Auswirkungen auf die klinische Praxis.


Im Anschluss an die Vorträge hatten die Teilnehmer:innen die Möglichkeit, den Referent:innen in interaktiven Breakout-Sessions Fragen zu stellen und sich mit Kolleg:innen auszutauschen.




Übersicht und Videos zum Event


Begrüßung durch den Moderator


Bastian Liebsch

Vorstand Kundenmanagement Dr. Becker Klinikgruppe

Bastian Liebsch



Vortrag


Generalisierte Angststörung (GAS) auch im höheren Lebensalter


Prof. Dr. med. habil. Bernhard Croissant, M.A.








Prof. Dr. med. habil. Bernhard Croissant, M.A. hat Humanmedizin in Heidelberg studiert und dort 1996 am Lehrstuhl für Psychosomatik der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg promoviert. Neben der Ausbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 2001 erlangte er u. a. mit den Zusatzbezeichnungen „Sozialmedizin“, „Ärztliches Qualitätsmanagement“ und „Suchtmedizin“ weitere Qualifikationen, wie z. B. das DGPPN Zertifikat „Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Konsiliar- und Liaisondienst“. 2007 schloss er außerdem das postgraduierten Masterstudium „Management von Gesundheits- und Sozialeinrichtungen“ erfolgreich ab. Die Eberhard-Karls-Universität Tübingen verlieh ihm 2009 aufgrund seiner wissenschaftlichen Leistungen den außerplanmäßigen Professorentitel. Er war zehn Jahre als ärztlicher Direktor und Chefarzt im AMEOS Klinikum Osnabrück beschäftigt und nun seit Februar 2024 neuer Chefarzt in der Dr. Becker Klinik Möhnesee.




Kurze Inhaltsangabe: Die Generalisierte Angststörung (GAS) ist eine der häufigsten Angststörungen. Sie betrifft nicht nur junge Erwachsene, sondern auch Menschen im höheren Lebensalter. Dennoch bleibt sie in dieser Altersgruppe oft unerkannt oder wird fälschlicherweise anderen gesundheitlichen Einschränkungen zugeschrieben. Dieser Vortrag beleuchtete die Besonderheiten der GAS im höheren Lebensalter, diagnostische Herausforderungen sowie geeignete Behandlungsansätze.



Vortrag


Angststörungen: Pharmaka oder / und Psychotherapie – was für wen und warum?


Prof. Dr. med. Stephan Köhler









Stephan Köhler hat an der Charité Universitätsmedizin zu Berlin studiert und im Anschluss seine Facharztausbildung an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Campus Mitte absolviert. Seine Promotion hat er im Bereich stationärer Depressionsbehandlung abgeschlossen. Seine weitere klinische und wissenschaftliche Tätigkeit hat er im Anschluss insbesondere im Bereich der therapieresistenten Depression, vor allem der chronischen Depression, fortgesetzt. Neben der Zertifizierung als CBASP-Therapeut und -Trainer hat er weitere psychotherapeutische Ausbildungen im Bereich der Schematherapie (advanced level der ISST) und der systemischen Paar- und Sexualtherapie (DGfS) absolviert.


Kurze Inhaltsangabe: Die Kombination von Psychotherapie und Pharmakotherapie scheint bei depressiven Erkrankungen sowie Angsterkrankungen häufig die Behandlung der Wahl. Für welche Kombination ist aber tatsächlich evidenzbasiert und welche klinischen Merkmale helfen bei der Entscheidung? Der Referent gab einen aktuellen Überblick zu den Leitlinienempfehlungen und berücksichtigte dabei die klinische Perspektive.



Vortrag


Erwartungsveränderung und Neulernen bei Ängsten – Inhibitionslernen und Exposition


Dr. Dipl.-Psych. Ingmar Heinig










Dr. Ingmar Heinig, Dipl.-Psych., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Klinische Psychologie und Behaviorale Neurowissenschaft der TU Dresden sowie Lehrtherapeut an der Universitätsambulanz der TU Dresden. Er erhielt 2020 die Approbation zum Psychologischen Psychotherapeuten (VT) und promovierte 2021 zu inhibitionsorientierter Expositionstherapie bei Angststörungen.


Kurze Inhaltsangabe: In seinem Vortrag stellte Dr. Heinig anhand wissenschaftlicher Befunde das Modell des Inhibitionslernens (im Kontrast zu einem reinen Habituationsmodell) vor. Er beleuchtete Konsequenzen für die Planung und Durchführung von Expositionsübungen und gibt praktische therapeutische Hinweise anhand von Fallbeispielen.



Vortrag


Angststörungen und deren Klassifikation im neuen ICD-11


Dr. phil. Claudia Schulz


Dr. phil. Claudia Schulz








Frau Dr. phil. Claudia Schulz hat ihr Diplom 2009 an der Universität Münster abgelegt und hatte daraufhin eine Wissenschaftliche Tätigkeit an den Universitäten Zürich, Jena und Münster; Ihre Promotion zum Dr. phil. Folgte im Jahr 2013 (Universität Jena). Von 2013-2018 machte Sie Ihre Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin am IPP Münster und baute und koordinierte die Spezialambulanz für Zwangsstörungen an der Universität Münster. 2018 folgte dann die Approbation als Psychologische Psychotherapeutin 2018 (NRW, Verhaltenstherapie). Seitdem ist Sie Leitende Psychotherapeutin im AMEOS Klinikum Osnabrück, sowie Dozentin und Supervisorin.


Kurze Inhaltsangabe: Die Referentin gab einen Überblick über die Neuerungen in der Klassifikation und Einordnung von Angststörungen im ICD-11, das in Deutschland voraussichtlich ab 2027 eingeführt wird. Ein zentraler Aspekt ist die Erweiterung des Diagnosebereichs für Angststörungen im Erwachsenenalter: Störungen wie Mutismus und Trennungsangst, die bisher primär im Kindes- und Jugendbereich verortet waren, werden nun auch für Erwachsene berücksichtigt. Zudem wird die Trennung zwischen Angst- und Zwangsstörungen hervorgehoben, da letztere im ICD-11 ein eigenes Kapitel haben. Diese Veränderungen wirken sich auf Diagnostik, Therapie und klinische Praxis aus, was im Vortrag thematisiert wird.








Machen Sie bitte weiter mit den Fach-Events! 😄👍 - tolle Themen, gute Referenten.. spitze!
Teilnehmerin Fach-Event Trauma


Vielen Dank für Ihre ausgezeichneten Fortbildungen!
Teilnehmerin Fach-Event Trauma


Klasse Vorträge... ich bin sehr inspiriert!
Teilnehmer Fach-Event Verlust


Echt spitze, dass Sie die Events regelmäßig organisieren! - macht bitte weiter so :)
Teilnehmerin Fach-Event Trauer




Fragen zum Event

Was sind die technischen Voraussetzungen?
Die Online-Veranstaltung fand mithilfe des Videokonferenzanbieters Edudip statt.


Wer hat die wissenschaftliche Leitung?

Prof. Dr. med. habil. Bernhard Croissant, M.A.

Chefarzt Psychosomatik an der Dr. Becker Klinik Möhnesee


Sie haben noch Fragen zur Veranstaltung?

Für Rückfragen steht Ihnen gerne unser Dr. Becker Infoservice zur Verfügung:

Tel.: 0221 588 30 822

E-Mail: infoservice@dbkg.de



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