Ziele und Nutzen einer Reha
Ist eine Reha das Richtige für mich?

Jede/r hat schon einmal von Rehabilitation, kurz „Reha“, gehört. Schließlich ist sie fester Bestandteil des deutschen Gesundheitssystems – und fast alle haben jemanden im Familien- oder Bekanntenkreis, der/die schon mal eine Reha gemacht hat. Doch was genau ist eine Reha eigentlich? Inwieweit unterscheidet sie sich von einer Kur? Für wen eignet sich eine Reha? Und wie läuft sie ab? Diese und weitere Fragen möchten wir Ihnen auf den folgenden Seiten beantworten.
Was ist das Ziel einer Reha?
Das Wort „Rehabilitation“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet: Wiederherstellung, Wiedereinsetzen, Wiederbefähigen. Im medizinischen Sinne bedeutet es, dass der ursprüngliche Gesundheitszustand eines/r Erkrankten wiederhergestellt werden soll – für das persönliche, gesellschaftliche und berufliche Leben.
Eine Reha zielt also darauf ab, eine körperliche oder psychische Erkrankung zu mildern oder ganz zu beheben. Wer beispielsweise durch einen medizinischen Notfall wie einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt, nach einer großen Operation wie ein neues Hüft- oder Kniegelenk (Hüft-/Knie-TEP) oder durch eine chronische Erkrankung wie Multiple Sklerose körperliche und/oder geistige Defizite davongetragen hat, kann von einer Rehabilitation langfristig profitieren. Das gilt auch für psychisch Erkrankte mit Burn-out, Depressionen, Angststörungen etc. Denn während einer Reha lernen Betroffene, wieder die alltäglichen Dinge des Lebens zu verrichten, Selbstvertrauen und Selbstständigkeit aufzubauen und zu alter Lebensqualität zurückzufinden.
Was bringt mir eine Reha?
Egal, ob Sie eine Reha nach einer Operation, einem medizinischen Notfall, aufgrund einer chronischen oder psychischen Erkrankung machen: Sie wird Ihnen helfen. Die Wirksamkeit von Reha ist wissenschaftlich gut dokumentiert. Für viele Patienten/innen beginnt der eigentliche Heilungsprozess ihrer Krankheit erst mit dem Aufenthalt in einer Rehaklinik.
Reha bedeutet Zeit für sich selbst
In Ihrer Reha haben Sie die Zeit, sich ganz bewusst mit sich und dem eigenen Gesundheitszustand auseinanderzusetzen und die Krankheitsbewältigung anzugehen. Der gestürzte Motorradfahrer lernt hier nach seiner OP durch gezielte Bewegungsübungen wieder zu laufen. Schlaganfallpatienten/innen trainieren in Rehakliniken so lange mit den Logopäden/innen das Sprechen, bis sie wieder am Alltag teilnehmen können. Patienten/innen, die ein Burn-out aus dem Leben gerissen hat, lernen, den Erschöpfungsprozess zu verstehen und zukünftig sorgsamer auf sich zu achten.
Reha bedeutet Neuanfang
Eine Reha ist für viele Patienten/innen auch eine Zeit des Neuanfangs. Sie ist ein aufregendes Ereignis und bringt viel Ungewohntes mit sich – eine neue Umgebung, unbekannte Menschen, andere Tagesabläufe. Sie erleben Ihre Reha bei uns als eine Art geschlossenen Erlebnisraum. Hier können Sie Neues ausprobieren und neue Seiten an sich entdecken, um gemeinsam mit unseren Ärzte- und Therapeutenteams Ihre persönlichen Reha-Ziele zu erreichen. Am Ende fahren Sie gestärkt nach Hause, mit vielen neuen Sichtweisen, Impulsen und Verhaltensstrategien im Gepäck – und als Experte/in der eigenen Erkrankung.
Reha bedeutet gemeinsame Fortschritte
Ermöglicht werden solche Erfolge dank interdisziplinärer Teamarbeit und individuellen Therapien: Unsere medizinischen, therapeutischen und pflegerischen Fachkräfte arbeiten intensiv zusammen. Diese abteilungsübergreifende Teamarbeit garantiert einen „360-Grad-Blick“ auf Sie und Ihre Erkrankung. Denn so sind alle Beteiligten jederzeit über Ihren Reha-Verlauf informiert. Darüber hinaus passen wir Ihren persönlichen Therapieplan fortlaufend an Ihre Fortschritte an. So kann unser Team Sie stets an Ihrer aktuellen Leistungsgrenze behandeln und bestmöglich bei Ihrer Genesung unterstützen.
Reha-Wissen zum Nachlesen
In unserer Broschüre "Was Sie über Reha wissen sollten" erfahren Sie weitere Details zu Reha-Arten u.v.m.
Sie möchten wissen, ob Dr. Becker ein passendes Reha-Angebot für Ihre Erkrankung hat?
Die Dr. Becker Klinikgruppe bietet ein großes Behadlungsspektrum im Bereich der orthopädischen, neurologischen, kardiologischen und psychosomatischen Qualitätsrehabilitation in insgesamt acht Kliniken an. In den Dr. Becker Kliniken können Sie sowohl eine Reha als AHB (Anschlussheilbehandlung) als auch als HV (Heilverfahren) machen - in den neurologischen Kliniken ist auch eine Frühreha möglich. Informieren Sie sich jetzt, ob wir passende Angebot für Ihre Erkrankung haben:
Weitere Informationen
Erfahren Sie zusätzlich, welche Angebote wir machen, damit eine Reha in Ihr Leben passt, welche häufigen Irrtümer und Vorurteile es über Reha aufzuräumen gilt und wie sich eine Rehaklinik von einem Krankenhaus unterscheidet. Diese und weitere Informationen finden Sie auf den weiteren Seiten im Bereich Reha-Ziele.