Die Reha im Vergleich
Was unterscheidet eine Reha z. B. von einer Kur oder einem Krankenhausaufenthalt?
Die meisten, die noch nie mit einer Reha in Kontakt gekommen sind, können sich darunter nichts oder nur wenig vorstellen. Einige meinen, eine Reha sei wie eine Behandlung im Krankenhaus, andere denken an eine entspannte Kur am Meer. Dabei verfolgen Krankenhausbehandlungen, Reha und Kur drei unterschiedliche Ziele.
Reha vs. Kur
Eine Reha ist nicht mit einer Kur zu verwechseln: Eine Kur ist eher eine Art Gesundheitsurlaub und verfolgt das Ziel, gesunde Menschen mit Risikofaktoren vor Krankheiten zu bewahren. Sie fällt in den Bereich der Prävention (Vorbeugung) und dient zudem der allgemeinen Erholung. Eine Reha wiederum ist eine medizinische Maßnahme. Wenn Sie aufgrund einer Erkrankung in Ihrem Alltag körperlich oder psychisch eingeschränkt sind, hilft die Reha Ihnen dabei, wieder zu mehr Lebensqualität zu finden. Die Reha soll vermeiden, dass sich Ihre vorhandenen Beschwerden verschlimmern und eine Arbeitsunfähigkeit, eine Behinderung oder gar eine Pflegebedürftigkeit eintritt. Damit das gelingt, arbeiten Therapeuten/innen, Pflegekräfte und Ärzte/innen Hand in Hand für Ihre bestmögliche Behandlung.
Reha vs. Krankenhaus
Wenn z. B. ein medizinischer Notfall wie ein Schlaganfall eintritt, kommen Betroffene zunächst in ein Krankenhaus. Die Versorgung hier verfolgt das Ziel, das Überleben des/r Patienten/in zu sichern. Auch für andere akute Beschwerden bzw. bevorstehende Operationen dient das Krankenhaus. Was Sie dort jedoch nicht erhalten, ist eine weiterführende Behandlung. Im Krankenhaus wird niemand mit Ihnen daran arbeiten, Ihre durch den Schlaganfall verloren gegangenen Fähigkeiten wie Sprechen oder Greifen zurückzuerlangen. Auch wird man Sie nicht Schritt für Schritt an den Umgang mit Ihrer neuen Hüfte heranführen. Das ist Aufgabe der Reha. Ein Team aus Therapeuten/innen, Pflegekräften, Ärzten/innen, Psychologen und Co. arbeitet hier gemeinsam mit Ihnen über mehrere Wochen daran, Sie wieder fit für den Alltag zu machen, damit Sie im Anschluss möglichst beschwerdefrei wieder am privaten und/oder beruflichen Leben teilhaben können. Sie hilft Ihnen dabei, wieder zu mehr Lebensqualität zu finden.
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