Forschung und Entwicklung in der medizinischen Rehabilitation
Die medizinische Rehabilitation ist ein essenzieller Bestandteil für die langfristige gesundheitliche und berufliche Teilhabe. Bei Dr. Becker entwickeln wir moderne Reha-Konzepte durch eigene Forschung – mit dem Ziel, wissenschaftlich fundierte, innovative Gesundheitsangebote zu etablieren.
In unseren acht Reha-Kliniken und fünf ambulanten Reha-Zentren betreiben und fördern wir Forschungsprojekte zur Weiterentwicklung der Rehabilitation. Wir generieren wissenschaftliche Evidenz, um die Wirksamkeit und Notwendigkeit von Reha-Maßnahmen, Vor- und Nachsorgeangeboten zu belegen. Dadurch optimieren wir kontinuierlich unsere Therapien und tragen zur Integration neuer Reha-Formate in die Regelversorgung bei – für eine Reha des 21. Jahrhunderts. Wir bieten unseren Mitarbeitenden und auch externen Interessierten die Möglichkeit, in unseren Standorten zu forschen und Abschlüsse (Bachelor, Master, Promotion etc.) zu erwerben.
Wissenschaftlich fundierte Reha: Unsere aktuellen Forschungsprojekte
Wir sind aktiv an klinischer Forschung und Studien beteiligt, die die Qualität und Effizienz der Rehabilitation nachhaltig verbessern. Hier stellen wir unsere wichtigsten Forschungsprojekte vor.
Psychometrische Evaluation eines Fragebogens zur Erhebung von Familienbezogenen Krankheitsrepräsentationen bei psychisch Erkrankten (EVA-FFKR-P)
Ziel:
Ziel der Studie ist es, die Eignung des neu entwickelten Fragebogens FFKR-P zu überprüfen. Der FFKR-P soll systematisch erfassen, wie Rehabilitanden ihre Familie im Zusammenhang mit ihrer psychischen Erkrankung erleben, beispielsweise hinsichtlich Kommunikation und Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung. Geprüft wird, ob der Fragebogen die erforderlichen Eigenschaften für den Einsatz in Therapie und Wissenschaft erfüllt.
Inhalt:
Die Studie wird von der Hochschule Bochum in Kooperation mit der Dr. Becker Klinikgruppe an den Standorten Burg und Möhnesee durchgeführt. Teilnehmende füllen den FFKR-P zu Beginn und am Ende ihres Rehabilitationsaufenthalts aus. Abgefragt werden Überzeugungen zum Zusammenhang zwischen Erkrankung und Familie sowie allgemeine Fragen zum Befinden und zu familiären Themen.
Laufzeit: September 2026 bis Oktober 2027
Ergebnismessung in der psychosomatischen Rehabilitation
Ziel:
Patientenberichtete Outcomes (PROMs) gewinnen in der medizinischen Rehabilitation zunehmend an Bedeutung. Sie ermöglichen es, die subjektive Perspektive von Rehabilitanden auf ihre Gesundheit evidenzbasiert zu erfassen und zu nutzen.
Inhalt:
Die Studie zur Ergebnismessung in der psychosomatischen Rehabilitation wird in der Dr. Becker Klinik Juliana in Kooperation mit dem REHAPORTAL durchgeführt. Sie schließt Rehabilitanden mit den Diagnosen Angststörung und Depression ein und untersucht, wie PROMs in der klinischen Praxis genutzt werden können, um den Therapieerfolg messbar zu machen, die Rehabilitationsqualität patientenorientiert zu verbessern und die Rehabilitation wissenschaftlich weiterzuentwickeln. Die unabhängige wissenschaftliche Auswertung der Daten erfolgt durch das Institut für Qualitätssicherung in Prävention und Rehabilitation (iqpr).
Laufzeit: August 2026 bis Februar 2027
DBKG beteiligt sich an Förderung von Stiftungsprofessur
Die neue Stiftungsprofessur für Rehabilitationswissenschaften an der Universität Bielefeld schafft erstmals einen eigenen akademischen Lehr- und Forschungsstandort für die Disziplin. Getragen wird das Vorhaben von acht Stiftern aus dem Bereich Rehabilitation und Rentenversicherung: DRV Westfalen, DRV Rheinland, MZG-Westfalen, Johanniter-Ordenshäuser, MEDIAN Kliniken, Salus-Klinik GmbH, Verband der Privatkliniken NRW und der Dr. Becker Klinikgesellschaft.
Als W2/W3-Professur wird die Position in der Fakultät für Gesundheitswissenschaften und in Kooperation mit der Medizinischen Fakultät OWL zum Wintersemester 2026/2027 bzw. Sommersemester 2027 für zunächst fünf Jahre besetzt. Im Zentrum steht die integrative Förderung der Rehabilitationsmedizin in der akademischen Lehre, insbesondere im Medizinstudium, sowie in der rehabilitativen Versorgungsforschung.
Die Inhaberin oder der Inhaber der Professur wird neben Forschung und Lehre ein jährliches Symposium organisieren und in nationalen und internationalen Netzwerken aktiv mitwirken. Damit wird die Rehabilitationsmedizin nicht nur klinisch, sondern auch akademisch und interdisziplinär an der Schnittstelle von Medizin, Psychologie und Gesellschaftswissenschaften verankert.
HypeR-ME – Hybride psychosomatische Rehabilitation – Manualisierung und Evaluation
Ziel:
Evaluation der hybriden psychosomatischen Rehabilitation zur Optimierung der medizinischen Rehabilitation.
Dieses Forschungsprojekt untersucht die Wirksamkeit einer hybriden psychosomatischen Reha im Vergleich zu herkömmlichen stationären Konzepten. Die Studie wird gemeinsam mit dem Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie der Universität zu Lübeck und mit Unterstützung der DRV Bund durchgeführt.
Forschungsfokus:
Verbesserung der Teilhabe am persönlichen und beruflichen Alltag
Nachhaltige Umsetzung erlernter Therapieinhalte
Vergleich von Interventions- und Kontrollgruppe
Die Studie läuft über 36 Monate ab dem 01.01.2025.
Hier finden Sie einen Mustertherapieplan zur Brücken-Woche (5. Woche in der Hybrid-Reha)
SIBEB‑R - Screening-Instrument Bedarf an Erwerbsbezogenen Behandlungsangeboten – Rehabilitandenfragebogen
Ziel:
Entwicklung eines neuen Screening‑Instruments zur Erfassung des Bedarfs an erwerbsbezogenen Behandlungsangeboten in der medizinischen Rehabilitation. Es soll bisherige Verfahren erweitern, indem unterschiedliche Zielperspektiven und individuelle Problemkonstellationen der Rehabilitanden berücksichtigt werden. Ziel ist ein Instrument, das präzisere Indikationsentscheidungen ermöglicht und die Zuordnung zu passenden MBOR‑Angeboten verbessert.
Inhalt:
Das Projekt ist dreiphasig aufgebaut und umfasst Expertenbeteiligung, Testungen in Rehabilitationseinrichtungen sowie die Auswahl der finalen Items anhand empirischer Kennwerte. Die Studie wird unter der Leitung von Herrn Dr. Wolfgang Bürger (fbg Karlsruhe) von der DRV Westfalen gefördert.
Die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik hat sich von Mai bis Juli 2025 an der Testung des Fragebogens beteiligt. Darüber hinaus sind Vetreter:innen aus Nümbrecht und Norddeich sowie Köln an der Expertenrunde innerhalb des Projekts beteiligt.
Laufzeit: Februar 2024 bis Dezember 2026
Psychosomatische Hybrid-Reha - Machbarkeitsstudie
Ziel:
Evaluation der Machbarkeit und Wirksamkeit der psychosomatischen Hybrid-Rehabilitation in der medizinischen Rehabilitation.
Dieses Forschungsprojekt zur Psychosomatischen Hybrid-Reha der Dr. Becker Klinikgruppe wurde in Kooperation mit dem Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie der Universität zu Lübeck und mit Förderung der DRV Bund durchgeführt. Untersucht wurde, inwieweit eine sogenannte Brücken-Woche am Ende einer stationären psychosomatischen Rehabilitation die Rehabilitand:innen dabei unterstützt, die in der Klinik erlernten Inhalte in ihren persönlichen Alltag und das berufliche Umfeld zu übertragen.
Ablauf:
Vier Wochen stationäre Rehabilitation in der Dr. Becker Burg-Klinik
Fünfte Woche als Brücken-Woche im häuslichen Umfeld mit digitalen Angeboten (Live-Therapien, Video-Vorträge, Podcasts, Eigenübungen)
Begleitung durch eine Study Nurse
Ergebnisse:
85 % der Teilnehmenden würden erneut an einer Hybrid-Reha teilnehmen oder diese weiterempfehlen
Die therapeutische Begleitung aus der Klinik über die Brücken-Woche zurück in den (Arbeits-)Alltag wurde als hilfreich und sinnvoll wahrgenommen
Hohe Akzeptanz und Zufriedenheit mit dem Konzept
Potenzial zur langfristigen Verbesserung der psychosomatischen Rehabilitation
Laufzeit: 01.09.2022 bis 31.12.2024
Publikationen zur Hybrid-Reha
Langbrandtner J, Tabarentseva I, Kolb C, Kulisch K, Deck R. Hybride Rehabilitation in der Psychosomatik: Qualitative Befragung zur Umsetzung und Akzeptanz einer stationären Rehabilitation mit digital begleiteter Brücken-Woche [Psychosomatic Hybrid Rehabilitation: A Qualitative Analysis of the Implementation and Acceptance of a Therapist-Guided Digital Rehabilitation Week]. Rehabilitation (Stuttg). 2025 Sep 18. German.
Langbrandtner J, Kolb C, Kulisch K, Deck R. Feasibility, acceptance and satisfaction of a psychosomatic hybrid rehabilitation: a single-arm prospective exploratory intervention study with 6-month follow-up. Eur J Phys Rehabil Med 2026 Jul 20. DOI: 10.23736/S1973-9087.26.09401-3.
ASAP - Forschung zu den Folgen einer Infektion mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2
Ziel:
Entwicklung multidisziplinärer Versorgungskonzepte für Post-/Long-COVID-Betroffene im Rahmen der medizinischen Rehabilitation und im ambulanten Setting.
Dieses Projekt wurde von der Dr. Becker Klinikgruppe in der Kiliani-Klinik durchgeführt und mit mehr als einer halben Million Euro vom Freistaat Bayern gefördert. Gemeinsam mit der Constructor University Bremen wurden Studienteilnehmende randomisiert in Interventions- und Kontrollgruppen eingeteilt und die Teilnehmenden in der Interventionsgruppe wurden umfassend medizinisch untersucht.
Ergebnisse:
Individualisierte Behandlungsempfehlungen
Sektorenübergreifende Versorgungskonzepte für eine gezielte Rehabilitation
Laufzeit: 01.12.2020 bis 30.06.2023
Weitere Informationen zu ASAP finden Sie unter asap.dbkg.de sowie in unseren Pressemitteilungen und Publikationen:
Pressemitteilungen und Publikationen zu ASAP
Pressemitteilungen:
Publikationen:
Dahmen, A., Keller, F.M., Derksen, C. et al. Screening and assessment for post-acute COVID-19 syndrome (PACS), guidance by personal pilots and support with individual digital trainings within intersectoral care: a study protocol of a randomized controlled trial. BMC Infect Dis 22, 693 (2022).
Derksen C, Rinn R, Gao L, Dahmen A, Cordes C, Kolb C, Becker P, Lippke S. Longitudinal Evaluation of an Integrated Post–COVID-19/Long COVID Management Program Consisting of Digital Interventions and Personal Support: Randomized Controlled Trial. J Med Internet Res 2023;25:e49342.
Lippke, S., Rinn, R., Derksen, C., & Dahmen, A. (2023). Patients’ Post-/Long-COVID Symptoms, Vaccination and Functional Status—Findings from a State-Wide Online Screening Study. Vaccines, 11(3), 691.
Rinn, R., Gao, L., Schoeneich, S., Dahmen, A., Anand Kumar, V., Becker, P., Lippke, S. Digital Interventions for Treating Post-COVID or Long-COVID Symptoms: Scoping Review J Med Internet Res 2023;25:e45711.
Gao, L., Rinn, R., Dahmen, A., Derksen, C., Becker, P., Kolb, C., Cordes, C., Lippke, S. Online Screening to Detect Postacute/Long-COVID Syndrome: Results on Diagnostic Qualities and Potentials. Diagnostica, vol. 72, no. 1, pp. 41–53, Jan. 2026, doi: 10.1026/0012-1924/a000360.
Eva-CoReha – Rehabilitation bei COVID-19-Patient:innen
Ziel:
Untersuchung des Verlaufs und der Wirksamkeit der medizinischen Rehabilitation bei Post-COVID-Betroffenen mittels Dokumentenanalyse, Fragebogenerhebung und Experteninterviews.
Die Forschenden der Universität Bielefeld begleiteten Rehabilitand:innen der Dr. Becker Klinik Möhnesee und der Dr. Becker Kiliani-Klinik.
Ergebnisse:
Signifikante gesundheitliche Verbesserungen durch eine strukturierte Rehabilitation
Nachhaltige Arbeitsfähigkeit erfordert eine adäquate Nachsorge
Laufzeit: 01.10.2021 bis 30.09.2023
Publikation zu Eva-CoReha
Publikation:
Stucke, J., Neudecker, S., Meier, I., & Meyer-Feil, T. (2025). Krankheitserfahrungen, Problemlagen und Bedarfe von Patient:innen mit Post-COVID-Syndrom: Was lernen wir für die medizinische Rehabilitation? Rehabilitation.
Neudecker, S., Stucke, J., Meier, I., & Meyer-Feil, T. (2025). Arbeitsfähigkeit nach einer COVID-19-Rehabilitation (ecoronavirus disease 2019“). Und das schlimmste sozusagen, was passieren KANN, ist ein erwerbsunfähiger Mensch.“. Prävention und Gesundheitsförderung.
Neudecker, S., Meier, I., Stucke, J., & Meyer-Feil, T. (2024). Medizinische Rehabilitation nach COVID-19-Infektion: Determinanten für die Genesung und die Entwicklung der Fatigue. Physikalische Medizin, Rehabilitationsmedizin, Kurortmedizin
LiVi-RENA® – Digitale Nachsorge nach psychosomatischer Rehabilitation
Ziel:
Implementierung eines webbasierten Nachsorgeprogramms als festen Bestandteil der medizinischen Rehabilitation.
Das Forschungsprojekt zum "Curriculum Hannover Online" (2017–2020) zeigte, dass eine webbasierte psychosomatische Nachsorge mindestens genauso effektiv wie präsentbasierte Nachsorgeangebote ist. Die Ergebnisse führten zur unbefristeten Anerkennung von LiVi-RENA® durch die DRV.
Ergebnisse:
Nachhaltige Verbesserung der psychosomatischen Rehabilitation
Lückenschluss bei fehlender wohnortnaher Nachsorge
Über die Plattform https://livi-rena.de können Therapeut:innen die Tele-Reha-Nachsorge LiVi-RENA® für psychosomatische Patient:innen anbieten. LiVi-RENA® wurde durch die DRV unbefristet anerkannt.
Publikationen zu LiVi-RENA
Publikationen:
Lippke S, Gao L, Keller FM, Becker P, Dahmen A. Adherence With Online Therapy vs Face-to-Face Therapy and With Online Therapy vs Care as Usual: Secondary Analysis of Two Randomized Controlled Trials. J Med Internet Res. 2021 Nov 3;23(11):e31274. doi: 10.2196/31274. PMID: 34730541; PMCID: PMC8600425.
Dahmen A, Gao L, Keller FM, Becker P, Lippke S. Für welche Patienten und Patientinnen ist eine webbasierte psychotherapeutische Nachsorge nach psychosomatischer Rehabilitation am besten geeignet? [For Which Patients is Web-Based Psychotherapeutic Aftercare after Psychosomatic Rehabilitation Most Suitable?]. Psychother Psychosom Med Psychol. 2022 Jun;72(6):235-242. German. doi: 10.1055/a-1663-6747. Epub 2021 Nov 24. PMID: 34820818.
Dahmen A, Gao L, Keller FM, Lehr D, Becker P, Lippke S. Curriculum Hannover – webbasierte vs. analoge Durchführung der psychosomatischen Nachsorge und vs. Care as usual [Curriculum Hannover - Web-based vs. Analogue Psychotherapeutic aftercare after Psychosomatic Rehabilitation and vs. Care as Usual]. Rehabilitation (Stuttg). 2022 Aug;61(4):287-296. German. doi: 10.1055/a-1872-9727. Epub 2022 Aug 22. PMID: 35995058.
ANHAND – Digitale Zusatzangebote während der COVID-19-Pandemie
Ziel:
Untersuchung des Einflusses digitaler Therapieangebote auf den Reha-Erfolg.
Ergebnisse:
Integration digitaler Angebote reduziert Symptome von Depression, Angst, Stress und Einsamkeit
Verbesserung der mentalen Gesundheit durch digitale Trainings
Publikationen zu ANHAND
Publikationen:
Keller, F. M., Dahmen, A., Derksen, C., Kötting, L., & Lippke, S. (2021). Implementing Digital Trainings within Medical Rehabilitations: Improvement of Mental Health and Synergetic Outcomes with Healthcare Service. International Journal of Environmental Research and Public Health, 18(17), 8936.
Keller FM, Dahmen A, Derksen C, Kötting L, Lippke S. Psychosomatic Rehabilitation Patients and the General Population During COVID-19: Online Cross-sectional and Longitudinal Study of Digital Trainings and Rehabilitation Effects. JMIR Ment Health 2021;8(8):e30610
Gao L, Keller FM, Becker P, Dahmen A, Lippke S. Predictors of Dropout Among Psychosomatic Rehabilitation Patients During the COVID-19 Pandemic: Secondary Analysis of a Longitudinal Study of Digital Training. J Med Internet Res 2023;25:e43584.
POSCOR - Post-Covid-Syndrom: Optimierung des Reha-Zugangs und der bedarfsgerechten medizinischen Rehabilitation in bayerischen Rehabilitationseinrichtungen
Ziel:
Optimierung des Reha-Zugangs für Post-COVID-Betroffene und bedarfsgerechte Durchführung der medizinischen Rehabilitation.
Im vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention geförderten und u.a. in der Dr. Becker Kiliani-Klinik durchgeführten Projekt sollen Post-COVID-Betroffene schneller passende Reha-Maßnahmen finden bzw. Orientierung erhalten. Kooperierende Reha-Kliniken bieten ergänzende Angebote gemäß den Leitlinien. Eine zentrale Servicestelle an der Universität Würzburg koordiniert die Vermittlung durch Ärzte und die telemedizinische Unterstützung – in Zusammenarbeit mit der Deutschen Rentenversicherung und dem bayerischen Hausärzteverband.
Laufzeit: 01.09.2023 – 31.12.2025
Weitere Informationen zu POSCOR finden Sie unter www.poscor.de.
NRO-CoV-50 - Neurologisches Rehabilitations-Outcome von Patienten mit COVID-19-Erkrankung
In der multizentrischen Studie der LMU München wurde der Gesundheitszustand von Post-COVID-Patienten in der neurologischen Frührehabilitation untersucht. U.a. in der Dr. Becker Kiliani-Klinik wurden Betroffene in Bezug auf ihre Alltagsselbstständigkeit und Lebensqualität, die neuropsychologische Funktion und mögliche Komplikationen sowie ihren Geruchssinn untersucht. Es wurde verglichen, ob sich diese Patienten-Kohorte besser oder schlechter von solchen Störungen erholt als andere Patienten mit vergleichbaren Beeinträchtigungen ohne COVID-19.
Laufzeit: Herbst 2020 – Ende 2021
Publikation zu NRO-CoV-50
Klein, M., Einhäupl, B., Grill, E. et al. Differences in functional outcome of COVID-19 and non-COVID-19 patients with critical illness polyneuropathy/ myopathy: a multicenter cohort study. J Neurol 272, 197 (2025).
Identifikation ernährungsbezogener Risiken
Noch gibt es keine standardisierte Erfassung ernährungsbezogener Probleme in der stationären, psychosomatischen Rehabilitation. Um dies durch die Auswahl geeigneter ernährungstherapeutischer Leistungen angemessen während des stationären Aufenthaltes zu adressieren, wird nun der NutriMental-Screener, ein Tool zur Identifikation eines Risikos für Unter-, Überernährung oder anderer ernährungsbezogener Probleme, weiterentwickelt und pilotiert.
Publikation zum NutriMental-Screener
Ramona Hiltensperger, Jennifer Neher, Lea Konstanze Böhm, Jördis Kroll, Ralf Müller, Joachim Patzelt, Annabel S. Müller-Stierlin. Identifikation ernährungsbezogener Risiken
Anwendbarkeit des NutriMental-Screeners bei Rehabilitand:innen in psychosomatischen Reha-Kliniken. Ernährung & Medizin 2024; 39(01): 16-20
DOI: 10.1055/a-2269-5287
Unsere kontinuierliche Forschungsarbeit stellt sicher, dass die medizinische Rehabilitation stets auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert und stetig weiterentwickelt wird. Durch innovative Studienprojekte und moderne Therapiekonzepte tragen wir dazu bei, die Rehabilitation der Zukunft nachhaltig zu gestalten.
Weitere Informationen zu unseren Forschungsprojekten und Publikationen finden Sie auf unserer Webseite.
Bei Rückfragen zu Forschungsthemen steht Ihnen Carina Kolb, Referentin Produktmanagement, gerne zur Verfügung:
0221/934647-83