Fach-Event "Psychotherapie und LongCovid"
Fach-Event „Psychotherapie und LongCovid“
Kostenfreies, digitales Fach-Event der Dr. Becker Klinikgruppe für Psycholog:innen & Psychotherapeut:innen
Hier finden Sie die Informationen zu unserer Online-Veranstaltung „Psychotherapie und LongCovid“. Das circa zweistündige digitale Live-Event fand am 9. November 2021 statt. Rund 540 Psychotherapeuteninnen haben unser Angebot wahrgenommen. Es gab viel positives Feedback. Für die Veranstaltung erhielten die Teilnehmer:innen 2 Fortbildungspunkte.
Unser Thema
Wir alle beobachten derzeit neue Beschwerdebilder, die durch die Multiorgan-Krankheit Corona verursacht werden. Dazu zählen z. B. kognitive Einschränkung, nachhaltige Erschöpfung, Schlafstörungen oder Ängste. Bei manchen Klient:innen verstärken bzw. chronifizieren sich durch die aktuell eingeschränkte Versorgungslage (wie geschlossene Tagestreffs, verschobene tagesklinische Behandlungen u. a.) und besondere Belastungen (wie Homeschooling, mangelnder Freizeitausgleich, eingeschränkte soziale Kontakte u. a.) bereits vorhandene Beschwerden. Welche Erfahrungen haben Kolleg:innen bereits in der Behandlung gemacht? Welche diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten werden mittlerweile empfohlen? Dazu gaben wir Beispiele und die Möglichkeit anschließend Fragen zu stellen. Hier finden Sie Informationen zu den Fachvorträgen.

Die Vorträge dieses Programmes
„ „LongCOVID" - Herausforderungen für die Psychotherapie und die Sozialmedizin“
Marco Friedrich Schmeding
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Ehemaliger Chefarzt Psychosomatik
Dr. Becker Klinik Norddeich

Video zum Vortrag
Verfügbar exklusiv für Teilnehmer:innen des Fach-Events
Die aktuelle Situation in Deutschland durch die COVID-19-Pandemie vor, nach bzw. während den sogenannten „Lockdowns“ brachte und bringt viele Herausforderungen für Erwachsene und Kinder in nahezu allen Bereichen des Lebens mit sich (durch Quarantänen, Kontaktverbote, Ausgangsbeschränkungen, teils angstauslösende Hygienevorgaben, widersprüchliche oder sich rasch ändernde Aussagen von Politikern und Experten und hierdurch fehlende Orientierung und Verunsicherung bzgl. Verlauf, Impfung und Prognosen etc.).
Dies führte und führt in der Beobachtung des Patientenklientels in den verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens zu vielschichtigen psychischen und/oder körperlichen Belastungen; hier können entweder neue Beschwerdebilder auftreten oder bereits vorhandene Beschwerden sich verstärken bzw. chronifizieren. Im Vortrag wird dies anhand eines Praxisbeispiels näher erläutert.
„Vorstellung der S1-Leitlinie zu Long-/Post-COVID: aktuelle Empfehlungen zu Diagnostik und klinischer Versorgung psychischer Belastungen und Erkrankungen nach SARS-CoV-2 Infektion“
Prof. Dr. med. Eva M. J. Peters

Video zum Vortrag
Verfügbar exklusiv für Teilnehmer:innen des Fach-Events
Prof. Dr. med. Eva Peters leitet das Psychoneuroimmunologie Labor und verantwortet klinische Psychotherapiestudien sowie die Basisdokumentation und die Klinikskonferenzen an der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie der Justus-Liebig Universität in Giessen. Sie ist habilitiert im Fach Psychoneuroimmunologie, Fachärztin für Dermatologie und Fachärztin für Psychosomatik sowie zertifizierte Psychoonkologin. Als Vertreterin der Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) hat sie an der Erstellung der am 12.7.2021 veröffentlichten AWMF-Leitlinie „Post-COVID/Long-COVID“ mitgearbeitet und federführend das Kapitel „Psychische Aspekte“ erstellt.
"Psychotherapeutisches Gruppenangebot für Patient:innen mit Post/Long-COVID-Beschwerden in der ambulanten Versorgung"
Dipl. Psych. Marion Sehr
Psychologische Psychotherapeutin

Video zum Vortrag
Verfügbar exklusiv für Teilnehmer:innen des Fach-Events
Die zunehmende Häufung von Patient:innen mit Post/Long-COVID Symptomen haben Frau Sehr dazu veranlasst, ein gruppentherapeutisches Angebot mit themenspezifischen lnhalten anzubieten und ihr Therapieangebot ab Juli 2021 zu erweitern. Die Gruppentherapie bietet darüber hinaus Wirkfaktoren, die es im Einzelsetting nicht gibt, beispielsweise die Gruppen-Kohäsion, Erfahrungsaustausch und das gemeinsame Entwickeln von Bewältigungsstrategien.
Derzeit finden 14-tägig 100-minütige Sitzungen statt. Die Gruppe besteht aus Männern und Frauen, die überwiegend in Krankenhäusern tätig sind. Der Vortrag gibt einen Überblick über die speziellen Bedürfnisse dieser Patient:innengruppe, psychosozialer Belastungsfaktoren sowie psychotherapeutischer Behandlungsansätze zur Krankheitsbewältigung.