Neurologische Rehabilitation bei Dr. Becker

Reha bei Fatigue

Unser Angebot für Patienten/innen mit Fatigue / Fatigue-Syndrom


Sie sind immer wieder oder dauerhaft müde und erschöpft? Dabei fühlen Sie sich nicht leistungsfähig? Schlaf und Ruhephasen bringen Ihnen wenig bis keine neue Energie? Sie meinen, keine Kraft mehr zu haben? Dann leiden Sie möglicherweise an einer sogenannten Fatigue, auch als Fatigue-Syndrom bezeichnet.

 

Betroffen sind oftmals Personen mit chronischen Erkrankungen wie der Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose. Aber auch losgelöst von einer Grunderkrankung kann es zu einer Fatigue kommen. Kennzeichnend ist, dass sie meist recht unvermittelt beginnt, sich also nicht schleichend entwickelt.



Sie finden bei uns


Hilfe bei Fatigue

Auch eine stationäre neurologische Reha kann Sie bei einer Fatigue dabei unterstützen, der Krankheit entgegenzutreten. Vielen Patienten/innen tut auch der damit verbundene Ortswechsel gut. In der Reha stellen Ihnen Experten/innen ein interdisziplinäres Behandlungskonzept aus verschiedenen Therapiemodulen zusammen. Sie profitieren im Gegensatz zu einer ambulanten Behandlung von einer intensiven Therapiezeit mit ganzheitlichem Ansatz. Dies zielt auch darauf ab, dass sie erlernte Strategien nach der Zeit in der Reha selbstständig weiterführen können.

Die neurologische Reha in einer Dr. Becker Klinik dauert je nach Krankheitsbild mehrere Wochen und steht gesetzlich Versicherten wie auch Privatpatienten/innen und Selbstzahlern/innen offen. Eine Fatigue kann auch im Rahmen einer Reha nach Corona behandelt werden.



Ausführliche Informationen zur Erkankung

Da es sich beim Fatigue Syndrom um recht unspezifische Symptome wie Müdigkeit und Antriebslosigkeit handelt, ist eine Abgrenzung zu anderen Erkrankungen wichtig. Denn auch psychische Erkrankungen wie Depressionen oder ein Burnout können sich ähnlich äußern. Des Weiteren ist das Fatigue Syndrom von dem sogenannten chronischen Erschöpfungssyndrom, das aufgrund des englischen Begriffes „Chronisches Fatigue Syndrom“ auch mit CFS abgekürzt wird, zu unterscheiden. Dabei handelt es sich um eine eigenständige neurologische Erkrankung, die auch lange nach einer primären Erkrankung noch auftreten kann.


Außerdem können viele verschiedene körpereigene Defizite zu einem Fatigue Syndrom führen, z. B. Hormonschwankungen bei Schilddrüsenerkrankungen oder zu wenige rote Blutkörperchen (Blutarmut / Anämie). Äußerliche Faktoren, die das Erschöpfungssyndrom begünstigen können sind Chemotherapien oder Behandlungen, die das Immunsystem beeinflussen (Immunsuppressiva).


All diese Symptome der Fatigue vermindern die Lebensqualität der Betroffenen sehr. Oftmals ist kein normaler Alltag mehr möglich. Das Zusammenspiel von ständiger Erschöpfung auf der einen und nicht-erholsamem Schlaf auf der anderen Seite lässt viele den Zustand als Einbahnstraße wahrnehmen. Aus diesem Grund und weil sie auch am sozialen Leben nur noch sehr eingeschränkt teilnehmen können, entwickeln einige Betroffene auch psychische Probleme. Die genauen Entstehungsmechanismen einer Fatigue sind noch nicht abschließend geklärt.




Zertifizierte und transparente Qualität

Ärzte/innen empfehlen uns, weil wir alles dafür tun, um eine exzellente Qualität zu gewährleisten. Unsere Einrichtungen gehören zu den besten Rehakliniken Deutschlands.


Unsere Kliniken legen Qualitätsberichte offen, in denen unter anderem Befragungen unsere Patienten ausgewertet werden.


Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED) prüft jährlich alle internen Qualitätsmanagementsysteme in unseren Kliniken. Sie sind nach dem Auditleitfaden 6.0 DEGEMED zertifiziert.


Sie stellen sich die Frage, ob Sie eventuell an einer Fatigue leiden? Unser Selbsttest hilft Ihnen dabei, sich mit dieser Frage genauer auseinanderzusetzen?



Behandlungsplan

Damit Sie einen Eindruck von den Therapiemöglichkeiten während einer stationären Rehabilitation bekommen, haben wir einen Musterbehandlungsplan zusammengestellt. Sie finden ihn hier (bitte beachten Sie, dass jeder Therapieplan individuell auf Patienten/innen angepasst wird und es sich hierbei nur um ein Beispiel handelt).






Häufige Fragen und Antworten zum Thema Fatigue (FAQs)


  • Welche Risikofaktoren für eine Fatigue bestehen?
    • erhöhtes Alter

    • Krebsleiden / Tumorerkrankungen

    • Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis

    • Multiple Sklerose (MS)

    • Lupus erythematodes (Schmetterlingsflechte, Schmetterlingserythem)

    • Parkinson

    • HIV-Infektion / Aids-Erkrankung

    • Eisen oder Vitamin-B12-Mangel

    • (frühere) Infektion mit dem Coronavirus / SARS-CoV-2

    • Schilddrüsenerkrankungen bzw. ein hormonelles Ungleichgewicht

    • Blutarmut (Anämie)

    • Chemotherapie

    • therapeutische Regulierung des Abwehrsystems (Immunmodulation bzw. Immunsuppression)

    • Schlafstörungen / Schlafapnoe (Atemaussetzer während des Schlafens)

  • Welche häufigen Fatigue-Symptome gibt es?
    • plötzliches erstmaliges Auftreten der Erkrankung

    • verminderte Leistungsfähigkeit

    • chronische Müdigkeit

    • Tagesmüdigkeit

    • Konzentrationsstörungen

    • kognitive Einschränkungen

    • Erschöpfungsgefühl unabhängig von Belastungen

    • keine Erholung durch Schlaf

    • viele Einschränkungen im Alltag

    • sozialer Rückzug durch die Erkrankung

  • Diagnose: Wie wird eine Fatigue erkannt?

    Wer an chronischer Erschöpfung leidet und hinter seiner Müdigkeit eine Krankheit vermutet, sucht meist erst einmal seinen/ihren Hausarzt/ärztin auf. Befindet sich der/die Patient/in bereits aufgrund einer anderen Erkrankung, mit der eine Fatigue einhergehen kann, in Behandlung, kann auch ein/e Facharzt/ärztin zurate gezogen werden. Dies können bei Krebserkrankungen beispielsweise Onkologen/innen oder bei einer MS Neurologen/innen sein.


    Im Vordergrund der Untersuchung steht zunächst eine sogenannte Anamnese. Der/die Mediziner/in wird in diesem Gespräch möglicherweise folgende Fragen stellen, um sich ein Bild zu machen: Welche Erkrankungen haben Sie? Nehmen Sie Medikamente ein und wenn ja, welche? Wann ist der Erschöpfungszustand erstmalig aufgetreten; wie lange besteht er schon? Hatten Sie Corona? Wurde bei Ihnen eine Chemo- oder Immuntherapie angewendet? Bei welchen Tätigkeiten sind Sie besonders erschöpft. Nehmen Sie Drogen?


    Bei der darauffolgenden körperlichen Untersuchung spielen besonders Laborwerte eine Rolle: Ein Blutbild kann beispielsweise einen Eisenmangel oder eine Schilddrüsenerkrankung zutage bringen. Zudem kann ein Ruhe-EKG durchgeführt und die Lungenfunktion getestet werden. Welche weiteren Untersuchungen durchgeführt werden und ob bildgebende Verfahren wie eine Sonografie (Ultraschall) zum Einsatz kommen, ist individuell sehr unterschiedlich. Je nach Bedarf kann der/die Allgemeinmediziner/in auch zu einem/er Spezialist/in überweisen.


    Betroffene, deren Handlungsfähigkeit durch die Erschöpfung stark eingeschränkt ist, bekommen oftmals eine Krankschreibung. Wie lange die Arbeitsunfähigkeit (AU) bescheinigt wird, ist vom Einzelfall abhängig.

  • Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei einer anhaltenden Erschöpfung?

    Wurden einzelne organische Ursachen für die Fatigue ermittelt, z. B. ein Eisenmangel, kann oftmals mit Medikamenten behandelt werden. Bei einer zugrundeliegenden chronischen Krankheit kommt meist ein multimodales Behandlungskonzept zum Tragen. Das bedeutet, dass die Therapie aus mehreren verschiedenen Bausteinen besteht. Das kann eine medikamentöse Behandlung zusammen mit Bewegungstherapie sein. Zudem hilft vielen Fatigue-Erkrankten eine zusätzliche Verhaltenstherapie. Auch wenn keine genauere Ursache für die Fatigue gefunden wurde, kann eine Kombination aus verschiedenen Behandlungsverfahren sinnvoll sein.


    Sport und Bewegung – auch moderate wie bei regelmäßigen Spaziergängen – haben sich als positiv bei der Erkrankung erwiesen. Damit wird der Kreislauf angeregt, die Muskulatur gestärkt und das allgemeine Wohlbefinden gestärkt. Sportarten wie Nordic Walking, Radfahren oder Schwimmen eignen sich bei einer Fatigue. Für Fatigue-Patienten/innen kann dies natürlich eine große Herausforderung bedeuten. Angeleitet von Therapeuten/innen, beispielsweise bei verordneten Physiotherapieeinheiten oder im Rahmen einer Rehabilitation, kann das passende Maß gefunden und langsam gesteigert werden. Dies gilt auch für die Alltagsbewältigung: Um mit der Erkrankung – solange sie besteht – zu leben, muss ein Mittelmaß zwischen Unter- und Überforderung gefunden werden. Hilfreich können Tagespläne sein, die Aktionen gemäß der Leistungsfähigkeit verteilen und ausreichend Pausen vorsehen.


    Dazu, wie lange eine Fatigue-Therapie dauern wird, kann keine einheitliche Antwort gegeben werden. Die Therapiedauer ist stark von dem individuellen Krankheitsbild und den möglicherweise zugrundliegenden Leiden abhängig. In der Regel bessern sich die Symptome eher langsam – die Erschöpfung wird nicht plötzlich und gänzlich nachlassen. Jedoch sind stetige Verbesserungen der Leistungsfähigkeit häufig möglich und bedeuten für die Betroffenen bereits eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensqualität. Wichtig ist es, auch nachdem die Symptome nachgelassen haben, weiter präventiv zu wirken. Änderungen, die man im privaten und/oder beruflichen Alltag vorgenommen hatte, sollten beibehalten werden, z. B. regelmäßiger Sport.


    Strategien und Therapiemöglichkeiten bei Fatigue:

    • Entspannungsverfahren

    • Sporttherapie

    • Krankengymnastik

    • Verhaltenstherapie

    • Gruppenpsychotherapie

    • Anleitungen zur Krankheitsbewältigung, z. B. mit einem „Fatigue-Tagebuch“

    • Veränderung der Arbeitssituation

    • Gesunde Lebensführung durch verbesserte Ernährung und Sport

  • Was ist Fatigue bei Krebs?

    Eine Krebserkrankung selbst sowie therapeutische Maßnahmen bei Krebs können zu einer Fatigue führen. Denn sowohl die Erkrankung als auch deren Therapie stellen oftmals körperliche und seelische Extremsituationen für die Betroffenen dar. Welcher von den beiden Umständen nun zu dem Fatigue-Syndrom führt, ist schwer auszumachen.


    Erkrankung: Die entarteten Zellen eines bösartigen (malignen) Tumors können Stoffe produzieren, die ermüden. Zudem benötigt der Körper insgesamt bei machen Krebsarten mehr Energie, sodass sich schneller eine Erschöpfung einstellt. Auch hormonelle Veränderungen können durch bösartige Geschwulste ausgelöst werden und so zur tumorbedingten Fatigue führen.


    Behandlung: Bei Bestrahlungen, Immun- oder Chemotherapien sowie bei Knochenmarktransplantationen wird nicht nur auf den erkrankten Teil des Körpers eingewirkt. Auch gesunde Zellen werden angegriffen und das Immunsystem wie auch der ganze Organismus geschwächt. Beispielsweise kann es zu einer Verringerung der roten Blutkörperchen kommen, was eine Fatigue begünstigt.

  • Was ist Fatigue bei MS?

    Die Fatigue ist ein häufiges Symptom bei einer Multiplen Sklerose. Rund 80 Prozent der MS-Patienten/innen leiden vorübergehend oder dauerhaft daran. In einigen Fällen ist die Fatigue das erste Anzeichen einer MS.


    Warum eine MS häufig mit einer Fatigue einhergeht, ist noch nicht abschließend geklärt. Zum einen wird vermutet, dass die MS-bedingten Veränderungen im Gehirn und an den Nerven (Demyelinisierung) die ständige Müdigkeit bedingen. Dann ist auch die Rede von einer sogenannten primären Fatigue. Weitere mögliche Ursachen sind dauerhafte Anstrengungen durch die körperlichen Einschränkungen der Erkrankung oder auch Medikamente, die den Hormonhaushalt oder das Immunsystem beeinflussen.

  • Was ist Fatigue bei oder nach Corona?

    Einige Menschen leiden auch nach einer überstandenen Corona-Infektion längere Zeit noch unter anhaltender Müdigkeit und Erschöpfung. Die Fatigue ist daher eine der möglichen Spätfolgen einer Infektion mit COVID-19, die als Long-Covid zusammengefasst werden. Die Zusammenhänge sind noch nicht ausreichend erforscht. So scheint es, als habe die Schwere des Verlaufs einen geringen Einfluss darauf, ob sich eine Fatigue entwickelt oder nicht. Denn auch Betroffene mit einem eher milden Verlauf können später ein Fatigue Syndrom entwickeln. Auch warum es bei Long Covid-Patienten/innen häufig zu dem Erschöpfungssyndrom kommt, ist noch nicht genau geklärt. Mögliche Ursachen könnten ein überaktives Immunsystem durch das Virus, Durchblutungsstörungen oder eine Fehlfunktion des Nervensystems nach der Infektion sein. 







Ihre Reha wurde bereits genehmigt?


Wir helfen Ihnen dabei, Ihren Aufenthalt bei uns vorzubereiten.


Nach der Bewilligung Ihrer Reha erhalten Sie ein Einladungsschreiben von Ihrer Dr. Becker Wunschklinik. Darin finden Sie Ihre persönlichen Zugangsdaten zu unserem digitalen Reha-Planer. Unter „Mein Bereich“ leiten wir Sie auf unserer Webseite Schritt für Schritt durch die Vorbereitung. Zusätzlich bietet jede unserer Kliniken online ein Patientenforum zum Austausch untereinander.



Klinikwahl - Ihr Wunsch- und Wahlrecht

Eine Reha müssen Sie bei dem für Sie zuständigen Kostenträger beantragen. Dieser muss Ihren Klinikwunsch berücksichtigen, wenn sich die Behandlung in Ihrer Wunschklinik medizinisch für Sie eignet. Diese Möglichkeit der Patientenmitsprache nennt sich Wunsch- und Wahlrecht. Ihren Klinikwunsch begründen Sie idealerweise gleich bei Ihrem Reha-Antrag.

Zunächst sollten Sie also entscheiden, welche Klinik die richtige für Sie ist:


Dr. Becker Kiliani-Klinik

Dr. Becker Kiliani-Klinik


Gegensätze ziehen sich an: Im wunderschönen historischen Kurort Bad Windsheim erleben Sie modernste neurologische, orthopädische und neuro-onkologische Rehabilitation in Spitzenqualität.




Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen


In unserer neurologischen Rehaklinik können Sie sich während Ihrer Reha auf modernste Therapien, fachliche Expertise und ein motiviertes Team verlassen.




Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik

Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik


Die hochausgebildeten Teams der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik in Nümbrecht im oberbergischen Land unterstützen Sie mit modernster Ausstattung dabei, wieder in ein lebenswertes, schmerzfreies und selbstständiges Leben zurück zu finden.




Wir helfen Ihnen weiter - Online-Services und Chat-Möglichkeit

Vielleicht fällt es Ihnen schwer, Ihre Reha in die Wege zu leiten und eine geeignete Klinik auszuwählen. Wir möchten Sie bestmöglich unterstützen und sind auch persönlich für Sie da: Gern erklären wir Ihnen weitere Vorgehensweisen und beantworten Ihre Fragen.