5. COVID-19-Online-Symposium
Unser Angebot für Ärzte/innen, Psychotherapeuten/innen, Physio-, Ergo- und Sporttherapeuten/innen sowie Logopäden/innen
Psychosomatische Folgen und Herausforderungen in der Therapie
Rückblick
Die Expertinnen und Experten unserer ersten beiden Online-Symposien zu den psychischen Folgen der Pandemie haben langfristige Nachwirkungen prognostiziert. Die zweite Welle und der damit verbundene erneute Lockdown stellt uns alle vor wiederkehrende Herausforderungen. Wie ist mit den Einschränkungen des sozialen Lebens umzugehen? Wie sind Beruf und Alltag weiterhin zu bewältigen? Im Rahmen des Online-Symposiums zu den psychischen Folgen der Corona-Krise beleuchteten Expertinnen und Experten unter anderem, wie in einer psychiatrischen Institutsambulanz mit den Folgen der Corona-Krise umgegangen wird und vor welche Herausforderungen Therapeuten/innen in der ambulanten und stationären Versorgung gestellt werden.
Das Dr. Becker Online-Symposium richtete sich an Ärzte/innen, Psychotherapeuten/innen, Physio-, Ergo- und Sporttherapeuten/innen sowie Logopäden/innen in Akut- und Rehakliniken und im ambulanten Bereich. Ziel war es, durch den Erfahrungsaustausch Lösungsansätze zu erkennen und effektive Behandlungsprogramme zu entwickeln. In Kurzvorträgen haben erneut namhafte Referentinnen und Referenten verschiedene Aspekte der psychischen Belastung durch Corona aufgezeigt.
Für die Teilnahme am Symposium durch ärztliche Kollegen/innen wurden 4 Fortbildungspunkte von der Ärztekammer Nordrhein genehmigt. Für Psychotherapeuten/innen wurden Fortbildungspunkte bei der Psychotherapeutenkammer NRW beantragt.
Programm, Referenten/innen und Video-Mitschnitte
17:00 Uhr: Begrüßung und Einführung
Dr. med. Alina Dahmen, Dr. Becker Klinikgruppe, Köln
Frau Dr. Dahmen ist Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie. Sie ist Prokuristin und Mitglied der Geschäftsleitung der Dr. Becker Klinikgruppe. Dort verantwortet sie den Bereich Produktmanagement.
Einführung ins Thema von Frau Dr. Dahmen
Die COVID19-Pandemie, mit der wir aktuell zu kämpfen haben, betrifft nicht nur Organe wie Herz, Lunge und Gehirn. Die Auswirkungen auf Psyche und Seele sind ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Dabei können nicht nur unmittelbar Infizierte, sondern auch Personen im näheren Umfeld, betroffen sein. Einen Überblick zu den psychosomatischen Folgen einer COVID19-Erkrankung und den Herausforderungen in Medizin und Therapie gibt Frau Dr. Dahmen in ihrer Anmoderation zum 5. COVID19-Symposium der Dr. Becker Klinikgruppe.
17:10 Uhr: Die COVID-19-Pandemie und ihre Auswirkungen auf Körper und Seele: Design und erste Ergebnisse der COH-FIT-Studie
Prof. Dr. med. Christoph U. Correll, Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, Charité, Berlin und Professor für Psychiatrie und Molekularmedizin an der Donald and Barbara Zucker School of Medicine at Hofstra/Northwell, New York.
Herr Prof. Correll legt den Schwerpunkt seiner Forschung und klinischen Arbeit auf die Identifikation, Charakterisierung und psychopharmakologischen Behandlung von Patienten mit schweren psychischen Störungen.
Er spezialisiert sich auf die Früherkennung und Behandlung von Menschen mit Hochrisikosyndrom für Psychosen und eine bipolare Störung. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind Psychopharmakologie und Epidemiologie, Meta-Analysen, die Nutzen-Risiko Bewertung von psychopharmakologischen Behandlungsmethoden sowie die Schnittstelle zwischen körperlicher und psychischer Gesundheit.
17:30 Uhr: Auswirkungen der SARS-CoV2-Pandemie auf die psycho(pharmako)logische Behandlung
Dr. med. Monika Singer, Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Oberärztin der Institutsambulanz der kbo Lech-Mangfall-Klinik Agatharied, Hausham
Frau Dr. Singer ist Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie sowie Psychoonkologie. Seit 2004 ist sie als Arzneimittelsicherheitsbeauftragte tätig. Seit 2019 leitet sie als Oberärztin die Institutsambulanz der kbo Lech-Mangfall-Klinik Agatharied. Darüber hinaus ist sie als Autorin der Interaktionsdatenbank „psiac“ (Springer Verlag) tätig.
17.50 Uhr: PAUSE
18:00 Uhr: Entwicklung psychischer Erkrankungen während der Pandemie - bisherige wissenschaftliche Erkenntnisse
Video zum Vortrag von PD Dr. Lehnhardt
PD Dr. med. Fritz-Georg Lehnhardt, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Evangelisches Krankenhaus, Bergisch Gladbach
Herr PD Dr. Lehnhardt ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neurologie. Seine klinischen Schwerpunkte umfassen Neurostimulationsverfahren (EKT, rTMS und VNS) sowie Autismus-Spektrum-Störungen im Erwachsenenalter.
Er hat das DGPPN-Zertifikat „Gerontopsychiatrie, -psychotherapie und –psychosomatik“ und das Mibeg-Zertifikat „Management psychiatrischer und psychosomatischer Kliniken“ inne.
Bis April 2019 war Herr PD Dr. Lehnhardt als Leitender Oberarzt an der Universitätsklinik Köln beschäftigt und ist seitdem als Chefarzt an der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Evangelischen Krankenhauses in Bergisch Gladbach tätig.
18:20 Uhr: Die Logopädie in der Corona-Krise: Versorgungspotentiale am Beispiel der Videobehandlung
Video zum Vortrag von Maria Barthel
Maria Barthel (M.Sc., Speech Language Therapy), Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK), Göttingen
Maria Barthel ist Logopädin und arbeitete von 2004 bis 2016 mit den Therapieschwerpunkten Neurologie und Stimmtherapie in verschiedenen logopädischen Praxen. Sie schloss 2014 ihr Masterstudium ab und war anschließend als Lehrbeauftragte im Bachelor- und Masterstudiengang Ergotherapie/Logopädie/Physiotherapie sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in verschiedenen Forschungsprojekten an der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit (HAWK) in Hildesheim tätig. Seit Januar 2020 arbeitet sie in der Studienrichtung Logopädie am Gesundheitscampus in Göttingen, der eine Kooperation der HAWK und der Universitätsmedizin Göttingen ist.
Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Koordination und Durchführung logopädischer Forschungsprojekte, der Netzwerkbildung und Verknüpfung von Forschung und Lehre. Sie koordinierte die Studie „Videotherapie in der ambulant logopädischen/sprachtherapeutischen Versorgung (ViTaL)“.
18.40 Uhr: PAUSE
18:50 Uhr: Zur Rolle der Ergotherapie in der Covid-19-Pandemie
Stefanie Völler, M.Sc. (Occupational Therapy), Dozentin an der Berufsfachschule für Ergotherapie, Reutlingen
Video zum Vortrag von Stefanie Völler
Frau Völler ist Ergotherapeutin und Inhaberin einer privaten Praxis für Ergotherapie. Von 2001 bis 2017 war sie als Ergotherapeutin in Praxen für Ergotherapie im Bereich der Pädiatrie und Tiergestützten Arbeit tätig. Seit 2017 ist sie Lehrkraft für Ergotherapie an der Berufsfachschule für Ergotherapie in Reutlingen. Frau Völler ist stellvertretende Vorsitzende der Landesgruppe Baden-Württemberg des DVE und berät Praxen zur Umstellung auf betätigungszentrierte Berufspraxis.Bisherige Forschungsfelder sind u. a.: Anwendung des gesundheitsfördernden Projekts „Ich bin stark!“ an Schulen; Mitarbeit beim Pädiatrischen Ergotherapeutischen Assessment und Prozessinstrument (PEAP) sowie des ETpro des Deutschen Verband Ergotherapie.
19:10 Uhr: Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die ambulante Heilmittelversorgung in Deutschland
Volker Brünger, Physiotherapeut und Geschäftsführender Gesellschafter, TAL gGmbH, Frankfurt am Main
Herr Brünger ist Gesundheitsökonom (B.A.), Physiotherapeut und Datenverarbeitungskaufmann. Seit 14 Jahre ist er selbständig als Physiotherapeut in der ambulanten Heilmittelversorgung tätig. Herr Brünger ist geschäftsführender Gesellschafter der TAL gGmbH in Frankfurt am Main.
Heiko Schneider-Dassow, Physiotherapeut und Geschäftsführender Gesellschafter der TAL gGmbH, Frankfurt am Main
Video zum Vortrag von Heiko Schneider-Dassow
Herr Schneider-Dassow ist studierter Physiotherapeut (PT B.Sc. (health) NL) und seit 11 Jahren selbstständig mit eigener Praxis. Darüber hinaus war er 6 Jahre mit den Aufgabenbereichen Pflege und administrative Tätigkeit in einem Schlaflabor tätig.Herr Schneider-Dassow ist Initiator des Aktionsbündnisses "Therapeuten am Limit" und geschäftsführender Gesellschafter der TAL gGmbH in Frankfurt am Main.
19:30 Folgen der Coronakrise in den Psychiatrischen Institutsambulanzen
Dr. rer. nat. Nora Görg, Psychologische Psychotherapeutin, Vitos Rheingau
Dr. Nora Görg ist als Stabsstelle E-Health und digitale Teilhabe für die Vitos Rheingau gGmbH tätig. Für den Klinikträger begleitet sie digitale Projekte, u.a. die Videosprechstunde. Die Psychologische Psychotherapeutin führt außerdem in der Psychiatrischen Institutsambulanz von Vitos Rheingau Behandlungen durch. Zuvor war Dr. Görg im Bereich Psychotherapieforschung am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim und der Goethe-Universität Frankfurt beschäftigt.
19:50 Uhr: Schlusswort
Dr. med. Alina Dahmen, Köln
Anschließend: Lernerfolgskontrolle, Ärztekammer Nordrhein und Psychotherapeutenkammer Nordrhein-Westfalen
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