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01.09.2021 08:49 Uhr
Für einen Rehazukunftspakt: Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen spricht mit SPD-Politiker über Gesundheitsversorgung und die Sorgen der Reha-Branche
Damit die Reha-Branche auch in Zukunft ihrer wichtigen Aufgabe in der Gesundheitsversorgung gerecht wird, benötigt sie die Unterstützung der Politik. Am 20.08.21 besuchte der SPD-Bundestagsabgeordnete Rainer Spiering das Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen in Bad Essen und sprach mit Verwaltungsdirektor Philipp Herzog über die aktuelle Lage in der Reha.
Bad Essen, 01.09.2021: Am 20.08.21 war der SPD-Politiker Rainer Spiering der Einladung aus Bad Essen gefolgt und kam in das auf neurologische Rehabilitation spezialisierte Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen. Dort sprach er mit dem Verwaltungsdirektor Philipp Herzog über die Herausforderungen, vor denen die Branche steht. Dabei wurde er von Herzog ermuntert, sich für einen sogenannten „Rehazukunftspakt“ zu engagieren.
Bedeutung von Rehabilitation durch Corona weiter gestiegen
Die Bedeutung von medizinischer Rehabilitation ist durch die Corona-Pandemie noch weiter gestiegen. „Wer jetzt beispielsweise an LongCovid erkrankt ist, muss sich auf die Reha als Säule im Gesundheitswesen verlassen können. Rehabilitation ist ein Chancengeber und wir wollen, dass sie so auch wahrgenommen wird“, betont Philipp Herzog. Diese Rolle gelte es auch der Politik zu verdeutlichen. „Ich freue mich, mit Politikern verschiedener Parteien ins Gespräch zu kommen. Dabei ergeben sich immer wieder interessante Aspekte, manchmal auch fernab der Agenda.“
Finanzierung unerlässlich für Chancengeber Rehabilitation
So lag der Fokus des Treffens mit Rainer Spiering weniger auf den Inhalten der medizinischen Rehabilitation, sondern mehr auf Fragen zur Finanzierung. „Im Gespräch konnte ich Herrn Spiering erläutern, dass wir Investitionen eigenständig, das heißt ohne Zuschuss der Länder, finanzieren müssen und bei Sonderinvestitionsprogrammen meist keine Berücksichtigung finden. Des Weiteren stehen wir wie alle Gesundheitsdienstleister im Wettbewerb um Fachkräfte. Um diese dauerhaft adäquat vergüten zu können, sind wir darauf angewiesen, dass die Beschlüsse aus dem neuen Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz, kurz IPReG, von den Kostenträgern auch umgesetzt werden.“ Nur mit der entsprechenden politischen Unterstützung könne die Reha-Branche zukunftsfähig bleiben. Dies ist wichtig, denn die Leitsätze „Reha vor Rente“ und „Reha vor Pflege“ nehmen auch gesamtgesellschaftlich eine hohe Bedeutung ein.
Als Appell an die Politik übergab Verwaltungsdirektor Philipp Herzog die Forderungen nach einem Rehazukunftspakt symbolisch an MdB Rainer Spiering.
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Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen
Das 2009 eröffnete Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen bietet, basierend auf den neuesten Erkenntnissen der Neurowissenschaften, Rehabilitation auf höchstem internationalem Niveau. Eine Rehabilitation ist möglich bei sämtlichen neurologischen Krankheitsbildern, allen voran bei dem Schlaganfall, aber auch nach neurochirurgischen Eingriffen oder langen intensivmedizinischen Behandlungen mit neurologischen Komplikationen. Dabei ist das Therapieangebot nicht nur auf die Verbesserung neurologischer Funktionsstörungen, sondern insbesondere auf die Wiedererlangung verlorener Alltagskompetenzen ausgerichtet. Aber auch Rehabilitanden außerhalb des erwerbsfähigen Alters werden im Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen nachhaltig rehabilitiert. Seit der Eröffnung neuer Therapieflächen im Oktober 2016 stehen auf mehr als 1.400 Quadratmetern Fläche Einzelphysiotherapieräume, eine großzügige Medizinische Trainingstherapie (MTT), eine teilbare Multifunktionshalle mit Boulderwand und ein Bewegungsbad zur Verfügung. Zudem wurde ein HydroJet installiert. Die MTT weist einen Lokomotionsbereich, einen Bereich für funktionales Training und einen Kardio-Fitness-Bereich auf. In der Multifunktionshalle werden umfangreiche Gruppen-/Sporttherapien auch für anspruchsvolle Trainingsformen angeboten. Besonders erwähnenswert ist das in Deutschland bisher nur sechsmal installierte Vector Gait & Safety System für ein intensives Einzel-Gangtraining. Insgesamt stehen 135 Behandlungsplätze zur Verfügung. Weitere Informationen unter www.dbkg.de/nzn
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