Ihre Rolle als Psychotherapeut:in vor, während und nach der Reha
Reha ist keine Parallelwelt zur ambulanten Psychotherapie, sondern eine ergänzende Behandlungsphase.
Psychotherapeut:innen spielen eine wichtige Rolle im gesamten Reha-Prozess: von der Indikationsstellung über die Beantragung bis zur Nachsorge. Ein guter Informationsfluss und klare Rollenbilder helfen dabei, therapeutische Kontinuität zu sichern. Zudem vermeinden Sie damit Rückübertragungen oder Irritationen bei Patient:innen.
Vor der Reha: Motivation, Einschätzung, Indikation
Psychotherapeut:innen können helfen, die Entscheidung zur Reha mitzutragen, Bedürfnisse zu klären und den Antrag fundiert zu begründen.
Wichtig ist, dass Patient:innen wissen: Die ambulante Therapie wird nicht beendet, sondern ruht für den Zeitraum der Reha.
Manche Therapeut:innen begleiten auch die Suche nach einer passenden Klinik oder bereiten mit aufklärenden Gesprächen auf die Reha vor.
Während der Reha: Kontakt und Kooperation
Ob ein Kontakt zur Reha-Klinik sinnvoll ist, hängt vom Fall und dem Wunsch der Patient:innen ab.
Bei komplexen Verläufen (z. B. chronifizierten Traumafolgestörungen) kann ein Austausch hilfreich sein, etwa durch eine Schweigepflichtentbindung.
Eine informelle Kontaktaufnahme per Telefon oder Mail ist oft möglich und kann Übergänge erleichtern.
Nach der Reha: Integration und Fortführung
Die Reha kann neue Themen, Erkenntnisse oder Strategien mitbringen.
Therapeut:innen helfen, diese in den Alltag zu übertragen und emotional einzuordnen.
Manchmal ist eine Reflexion der Reha-Zeit (positiv wie kritisch) sinnvoll, um langfristige Wirkung zu erzielen.
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