Reha bei Post-Stroke-Depression
Unser Angebot für Patienten/innen, die nach einem Schlaganfall unter Depressionen leiden
Ein Schlaganfall kommt immer unerwartet und kann mitunter psychische Folgeerkrankungen mit sich bringen: Etwa ein Drittel der Betroffenen entwickelt nach einem Schlaganfall eine Depression – die sogenannte Post-Stroke-Depression. Auch Ängste über das erneute Auftreten eines Hirninfarkts treten häufig auf und können in ausgeprägten Fällen oder bei mangelnder Krankheitsverarbeitung zu einer Angststörung führen.
In der psychosomatischen Reha finden Sie Hilfe, um in Ihr vorheriges Umfeld, zu Familie, Beruf und Freunden/innen, zurückzukehren. Physio-, Ergo- und Psychotherapeutenteams sowie Ärzte/innen und Sozialarbeiter/innen unterstützen ganzheitlich die Wiedereingliederung in alle Alltagsbereiche. Nach einer umfassenden neurologischen Diagnostik erhalten Sie einen Therapieplan, der speziell auf die Behandlung Ihrer individuellen kognitiven und psychischen Belastungen zugeschnitten ist.
Unterschätzte Schlaganfall-Folgen: Depressionen
Eine unbehandelte Depression nach einem Schlaganfall hat erhebliche Folgen für den Genesungsprozess
Anzeichen
Das Auftreten einer Depression nach einem Schlaganfall, oft auch verbunden mit einer Angststörung oder Anpassungsstörung, bezeichnen Wissenschaftler als Post-Stroke-Depression. Anzeichen für eine Depression sind u. a. ein Gefühl tiefer Traurigkeit, Antriebslosigkeit, Interessensverlust, Konzentrations- und Schlafstörungen sowie ein geringes Selbstwertgefühl. Betroffene leiden für einen Zeitraum von über zwei Wochen an mehreren der aufgeführten Symptome. Auch Ängste über das erneute Auftreten eines Hirninfarkts treten häufig auf und können in ausgeprägten Fällen oder bei mangelnder Krankheitsverarbeitung zu einer Angststörung führen. Besonders bei der Post-Stroke-Depression ist es für Betroffene oft schwer, ihre Stimmung zu äußern. Als Folge des Schlaganfalls sind sie häufig körperlich, sprachlich und sprachmotorisch eingeschränkt, so dass sie sich nur schlecht mitteilen können. Deshalb ist es wichtig, dass Angehörige, Ärzte und Pflegepersonal besonders auf Anzeichen einer möglichen Depression achten.
Ursachen
Dass Schlaganfallbetroffene besonders häufig an einer Depression erkranken, kann mehrere Ursachen haben. So kann es z. B. durch den Schlaganfall zu Hirnschädigungen kommen, die das Gefühlsleben beeinträchtigen. Oft tritt die Depression aber als Reaktion auf den Schlaganfall und die damit verbundenen Einschränkungen im Leben auf (reaktive Depression). Vielen fällt es schwer, die durch den Schlaganfall bedingten körperlichen und geistigen Einschränkungen sowie die damit verbundenen Folgen für den Alltag zu verarbeiten. Dabei spielt besonders der Verlust oder die Einschränkung der Selbstständigkeit eine große Rolle. Je stärker diese Beeinträchtigungen sind, desto höher ist meist auch das Risiko, dass Schlaganfallpatienten eine Depression entwickeln. Insbesondere nach einem schweren schicksalhaften Ereignis wie einem Schlaganfall spielt die Krankheitsverarbeitung eine große Rolle. Die meisten Betroffenen können die Zeit nach ihrem Schlaganfall und die damit verbundenen Umstellungen im Leben oft nicht ohne Hilfe bewältigen. Eine frühzeitige Behandlung und Krankheitsbewältigung kann hier helfen, die Symptome einer Depression einzuschränken oder die Erkrankung vollständig zu verhindern.
Einfluss auf den Therapieerfolg
Erhebliche Folgen hat eine Depression nach Schlaganfall nicht nur auf die Gemütslage Betroffener, sondern auch auf deren Genesungsprozess. Denn eine Depression kann zu einer starken Einschränkung der Motivation führen, so dass Betroffene nicht die nötige Energie für die Behandlung aufbringen. Bleibt aber die Mitarbeit während der Schlaganfalltherapie, z. B. dem motorischen Training, aus, mindert dies signifikant den Therapieerfolg. Ein Teufelskreis entsteht: Der ausbleibende Therapieerfolg frustriert und verstärkt die Depression. Die verstärkt Depression führt zu einem weiteren Trainingsabbau.
Unser Angebot
Behandlung des Schlaganfalls auf allen Ebenen
Es ist wichtig, dem Betroffenen zu helfen und ihm einen Weg aus der vermeintlichen Sackgasse aufzuzeigen. Das Kölner Institut für Qualität im Gesundheitswesen weist darauf hin, dass eine gut organisierte, interdisziplinäre Schlaganfall-Therapie durch Ärzte, Ergo-, Physio- und Psychotherapeuten die Krankheitsbewältigung und den Genesungsprozess langfristig fördern kann.
Die Rehabilitation eines Schlaganfalls in unserer psychosomatischen Rehaklinik hat den Vorteil, dass unsere Patienten hier neben den ergo- und physiotherapeutischen Angeboten auch psychotherapeutische Gruppen- und Einzeltherapien sowie komplementäre Therapieverfahren wie Entspannungstechniken wahrnehmen können.
So lernen unsere Patienten mit dem Schlaganfall und seinen Folgen umzugehen, können Ängste und Sorgen thematisieren und bekommen Strategien – im Bedarfsfall auch Medikamente – an die Hand, um die begleitende Depression (Post-Stroke-Depression) in den Griff zu bekommen.
Interdisziplinäre Behandlung in der Dr. Becker Burg-Klinik
In der Dr. Becker Burg-Klinik finden Schlaganfallbetroffene Hilfe, in ihr vorheriges Umfeld, Familie, Beruf und Freunde, zurückzukehren. Physio-, Ergo- und Psychotherapeuten sowie Ärzte und Sozialarbeiter unterstützen ganzheitlich die Wiedereingliederung des Patienten in alle Alltagsbereiche.
Nach einer umfassenden neurologischen Diagnostik erhält der Betroffene einen Therapieplan, der speziell auf die Behandlung seiner individuellen kognitiven und psychischen Belastungen zugeschnitten ist.
Die physio- und ergotherapeutischen Angebote unterstützen ihn z. B. dabei, wichtige motorische und koordinative Fähigkeiten für den Alltag wiederzuerlangen.
Die einzel- und gruppentherapeutischen Angebote sowie komplementäre Therapien wie Entspannungsverfahren zielen darauf ab, die Erkrankung psychisch zu bewältigen und sich den Veränderungen, die die Erkrankung eventuell mit sich bringt, anzupassen.
Spezifische Lebensbereiche kann der Patient in speziellen indikativen Gruppen angehen. So gibt es in der Dr. Becker Burg-Klinik z. B. eine Gruppe zur Arbeitswelt, eine Gruppe für soziale Kompetenz, eine Genussgruppe, ein Depressionsseminar und eine Gruppe zur achtsamkeitsbasierten Angstbewältigung.
Voraussetzungen für die Behandlung
Damit Patienten ausreichend therapiefähig sind und von den Angeboten der Klinik profitieren können, sollten sie in der Lage sein, sich eigenständig zu versorgen, d.h. sich selbständig an- und auskleiden, waschen, auf die Toilette gehen, essen und trinken. Die Aufnahme von Patienten, die auf Gehhilfen oder einen Rollstuhl angewiesen sind, ist grundsätzlich möglich.
Nehmen Sie Kontakt zu uns auf!
Seit Ihrem Schlaganfall fühlen Sie oder Ihr/e Angehörige/r sich zunehmend antriebslos und/oder haben Angst vor einem Rückfall? Eine psychosomatische Reha kann in dieser Situation helfen. Wenn Sie Fragen zur psychosomatischen Reha in der Dr. Becker Burg-Klinik haben oder Unterstützung beim Reha-Antrag benötigen, beraten wir Sie gerne!
Dr. Becker Burg-Klinik
Stadtlengsfeld
Am Burgplatz 19
36466 Dermbach
Aufnahmesekretariat
Tel.: (03 69 65) 68-5 01
E-Mail: aufnahme.burg-klinik@dbkg.de