Psychosomatische Rehabilitation bei Dr. Becker

Reha bei Angstörungen

Meine Geschichte



»Ich hatte mich schon seit etwa einem Jahr beim Autofahren seltsam unwohl gefühlt und mir Sorgen gemacht, ich könnte in einen Unfall verwickelt werden. Eines Tages verspürte ich in meinem Auto auf dem Weg von der Arbeit nach Hause, als ich gerade an einem Bahnübergang warten musste, plötzlich Atemnot, ein Beklemmungsgefühl in der Brust, Herzrasen und Schwindel. Mir wurde übel und ich dachte, dass ich jetzt sterben muss. Ich war praktisch wie gelähmt und handlungsunfähig.

Nach 15 Minuten ging es mir wieder besser und ich suchte sofort eine Notfallambulanz auf. Weder da noch bei einer gründlichen internistischen Untersuchung konnte bei mir eine körperliche Erkrankung festgestellt werden. Als mir nach zwei Wochen das Gleiche noch einmal passierte, begann ich, das Autofahren zu vermeiden und stellte es schließlich ganz ein. Erst zwei Jahre später suchte ich auf Anraten eines Freundes einen Psychotherapeuten auf.«


Peter K., 35 Jahre (Patient der Dr. Becker Klinikgruppe)



Symptome Angststörung


Angst ist eine natürliche und schützende Reaktion auf unterschiedliche Reize von außen. Wenn diese Angst jedoch zu häufig, zu stark oder der Situation unangemessen auftritt, bezeichnet man das als Angststörung. Auch z. B. plötzliche Panikattacken, die krankhafte Angst vor räumlicher Enge (Klaustrophobie) und die Angst vor verschiedenen Situationen in der Öffentlichkeit (Soziophobien) gehören in die Gruppe der Angststörungen. Die Angst kann sich dabei unterschiedlich äußern – beispielsweise situationsgebunden oder anhaltend ohne äußeren Anlass. Etwa jeder siebte Mensch ist im Lauf seines Lebens mindestens einmal von einer Angststörung betroffen.


Das hauptsächliche Anzeichen der Angst- und Panikstörung ist das schwer fassbare Gefühl des Bedrohtseins: die Angst. Oft stehen körperliche Beschwerden im Vordergrund. Betroffene nehmen nicht in erster Linie ihre Angst, sondern den schnellen Herzschlag, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Hitzewallungen oder Kälteschauer und Zittern wahr. Die Angst vor der Angst führt bei Betroffenen häufig dazu, dass sie es vermeiden, sich einer bestimmten Situation noch einmal auszusetzen. Das wiederum kann Einsamkeit bedingen.


Je nach der Art der Angst ist sie auf spezielle Situationen oder Dinge gerichtet, zum Beispiel auf große Menschenmengen oder auf bestimmte Tiere.

Eine Panikattacke, wie sie bei der Panikstörung auftritt, dauert meist zwischen 10 und 30 Minuten. Sie äußert sich in körperlichen und psychischen Symptomen. Oft berichten Betroffene von Herzbeschwerden wie zum Beispiel starkem Herzklopfen oder einem Engegefühl in der Brust, für die aber bei weiteren Untersuchungen kein körperlicher Grund gefunden werden kann.


Die sogenannte generalisierte Angststörung ist lang anhaltend und nicht nur auf spezielle Dinge oder Situationen gerichtet. Dabei kommt es zu unrealistischen Befürchtungen, körperlicher Unruhe, innerer Anspannung und Konzentrationsschwierigkeiten.


Weitere Informationen zu einer Reha bei Angstörungen und zum Weg in die Reha finden Sie hier: