Reha bei Multiple Sklerose (MS)
Meine Geschichte
»Nach insgesamt vier Schüben in den vergangenen zwei Jahren kam ich in die Reha-Klinik. Zu der von der Akutklinik vorgeschlagenen Therapie mit Interferon konnte ich mich nicht durchringen. Zu sehr habe ich noch unter dem wiederholten Krankenhausaufenthalt und der Cortisontherapie gelitten. Ich hatte eine große Angst, dass ich wegen der Feinmotorikstörungen meiner Hände und meiner Gangunsicherheit seit dem letzten Schub nicht mehr arbeiten könnte. Mein häufiger und impulsiver Harndrang quälte mich schon lange – keiner meiner Ärzte hatte aber jemals danach nachgefragt und ich selbst brachte die Blasenstörung mit der Multiplen Sklerose nicht in Verbindung. Während der Rehabilitation konnten die Zusammenhänge geklärt und behandelt werden. Auch meine Ängste wurden im gemeinsamen Gespräch erstmals thematisiert und relativiert, so dass ich nun auch mit einem guten Gefühl die Immuntherapie annehmen kann.«
Andrea S., 42 Jahre (Patientin der Dr. Becker Klinikgruppe)
Symptome MS
Die Multiple Sklerose (abgekürzt MS) ist eine Erkrankung des Gehirns und des Rückenmarks. Frauen sind deutlich häufiger von der Erkrankung betroffen. Die ersten Beschwerden treten meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf.
Das Gehirn und das Rückenmark sind die Steuerzentralen des Körpers. Die Multiple Sklerose kann in jedem Bereich des Gehirns und des Rückenmarks vorkommen und den Ort auch wechseln. Daher sind die Krankheitsanzeichen sehr vielfältig, wodurch die Erkrankung auch ihren Namen hat. Häufig treten bei einer Multiplen Sklerose zum Beispiel Sehstörungen auf einem Auge, vorübergehende Lähmungen oder Empfindungsstörungen, wie Taubheitsgefühle oder Kribbelgefühle, auf. Es können aber auch eine vermehrte Müdigkeit, Störungen beim Wasserlassen, Sprechstörungen, ein Zittern der Hände und seelische Veränderungen vorhanden sein. Typisch ist, dass die Beschwerden bei hohen Temperaturen, zum Beispiel bei Fieber oder in der Sauna, stärker werden.
Es gibt verschiedene Verlaufsformen der Multiplen Sklerose. Meist kommt es zu sogenannten Krankheitsschüben. Das sind Phasen, in denen plötzlich Beschwerden auftreten oder in denen sich bestehende Beschwerden verschlimmern. Die Patienten können zwischen den Schüben komplett beschwerdefrei sein. Die Multiple Sklerose kann aber auch fortschreitend verlaufen. Bei dieser Form verschlimmern sich die Beschwerden allmählich.