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08.07.2026 15:50 Uhr
„Ich konnte das Gelernte direkt in meinem Alltag ausprobieren“
Ambulante psychosomatische Reha erweitert Versorgung am Möhnesee und Umgebung
Die Dr. Becker Klinik Möhnesee stockt ihre ambulanten Angebote auf und stärkt damit die Gesundheitsversorgung in der Region. Dazu zählt auch der Ausbau der ambulanten psychosomatischen Reha von derzeit rund 12 Plätzen auf perspektivisch 24 Plätze.
Möhnesee, 08.07.2026: Wer eine psychosomatische Rehabilitation benötigt, aber dafür nicht fünf Wochen von zu Hause weg sein kann oder möchte, kann in der Dr. Becker Klinik Möhnesee auch eine ganztägig ambulante psychosomatische Rehabilitation absolvieren. Die Rehaeinrichtung hat ihr Angebot hierfür ausgebaut, um die wohnortnahe Gesundheitsversorgung weiter zu stärken und mehr ambulante Angebote für die Region zu schaffen. Klinikdirektorin Franziska Lea Reitspieß erklärt: „Wir wollen lebensnahe Gesundheitsangebote schaffen. Wenn Menschen intensive therapeutische Unterstützung benötigen, gleichzeitig aber familiäre oder persönliche Verpflichtungen zu Hause haben, ist die ambulante Reha ein Angebot, das genau auf diese Lebenssituation eingeht.“
Qualitativ und quantitativ unterscheidet sich die Behandlung bei Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen, Erschöpfungszuständen oder psychosomatischen Beschwerden nicht von einer stationären Rehabilitation. Auch ambulante Patient:innen erhalten einen fünfwöchigen, individuell auf sie abgestimmten Therapieplan mit ärztlicher Betreuung, Psychotherapie, Gruppenangeboten, Bewegungs- und Entspannungstherapien sowie sozialmedizinischer Beratung.
Von 8 Uhr bis 16 Uhr in der Klinik, abends zu Hause
Im Unterschied zu den stationären Patient:innen übernachten sie jedoch nicht in der Klinik, sondern sind abends und am Wochenende zu Hause. Die Therapien und medizinischen Behandlungen finden werktags von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr inklusive Pausen statt. Ihr Mittagessen nehmen die ambulanten Patient:innen wie die stationären Patient:innen im Speisesaal der Klinik ein.
Für Patientin Frau B. war dieses Angebot genau passend. „Ich brauchte therapeutische Unterstützung und wollte gleichzeitig in meinem gewohnten Umfeld bleiben“, berichtet sie. In der Reha habe ihr nicht nur die Struktur, sondern auch die Betreuung durch die verschiedenen Berufsgruppen wie Pflegekräfte, Ärzt:innen, Psycholog:innen oder Sozialarbeiter:innen Sicherheit gegeben. Die sozialarbeiterische Begleitung habe ihr geholfen, wichtige Fragen zu Nachsorgeangeboten und Anträgen zu klären. „Dadurch entsteht das beruhigende Gefühl, auch nach der Reha nicht allein gelassen zu werden.“
Austausch zwischen Therapie und Lebensrealität
Ein Vorteil der ambulanten Reha liegt darin, dass Therapie und Alltag eng miteinander verbunden bleiben. Belastungen, die zu Hause auftreten, können unmittelbar in die Behandlung eingebracht und bearbeitet werden. „Die Patient:innen erleben tagsüber therapeutische Unterstützung und können neue Strategien direkt in ihren Alltag integrieren“, erklärt Ärztin Thora Sauerwald, die die ambulanten Gruppen in der Dr. Becker Klinik Möhnesee leitet. „Aktuelle Themen aus dem häuslichen Umfeld bringen sie am nächsten Tag wieder mit in die Klinik. So entsteht ein kontinuierlicher Austausch zwischen Therapie und Lebensrealität.“
Auch Frau B. empfand diesen Transfer als besonders hilfreich. Die Reha habe ihr konkrete Werkzeuge vermittelt, um besser mit Belastungen umzugehen und wieder mehr Lebensqualität zu gewinnen. Besonders Achtsamkeitsübungen, Entspannungsverfahren und individuelle therapeutische Ansätze hätten ihr dabei geholfen.
Besondere Dynamik und Zusammenhalt
Halt habe sie außerdem durch die Gruppentherapie erfahren – und das, obwohl sie dieser Therapieform zunächst skeptisch gegenüberstand. „Heute merke ich, dass das einer der wertvollsten Bausteine meiner Reha war. Menschen ohne therapeutische Ausbildung stellen oft andere Fragen und haben mir damit manches Mal neue Perspektiven eröffnet. Gleichzeitig hat es mich entlastet, dass auch die anderen Herausforderungen bewältigen müssen, auch wenn ihre Lebensgeschichten anders als meine sind.“
Auch Gruppentherapeutin Thora Sauerwald erlebt eine besondere Dynamik und Zusammenhalt in den ambulanten Gruppen: „Unsere stationären Patient:innen können sich in den Pausen auf ihre Zimmer zurückziehen. Die ambulanten Patient:innen kommen dagegen in ihrem Aufenthaltsraum zusammen. Hier treffen sie auf Gleichgesinnte, mit denen sie sich auf Augenhöhe austauschen können.“ Das gebe Halt, motiviere und sorge für eine intensive gegenseitige Unterstützung. Die Patient:innen könnten wertvolle Beziehungserfahrungen hinsichtlich eines respektvollen und wertschätzenden Umgangs miteinander machen.
Wer eine ambulante psychosomatische Rehabilitation beantragen möchte, benötigt zunächst eine Verordnung durch seinen behandelnden Arzt oder Ärztin. Die Kosten übernehmen die Deutsche Rentenversicherung (für Erwerbstätige) oder die Krankenkasse (für Rentner:innen / Erwerbslose). Mehr Informationen zum Antragsverfahren z. B.: dbkg.de/reha-antrag
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Dr. Becker Klinik Möhnesee
Die Dr. Becker Klinik Möhnesee ist auf kardiologische, psychosomatische und als einzige Klinik in NRW auf psychokardiologische Rehabilitation spezialisiert. Pro Jahr versorgt die nordrhein-westfälische Klinik rund 2.725 Patient:innen. www.dbkg.de/klinik-moehnesee
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