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21.09.2022 08:04 Uhr

Gesundheitsbranche sieht Patientenversorgung gefährdet


  • Bundesweit schlagen Krankenhäuser und Reha-/Vorsorgeeinrichtungen Alarm

  • Steigende Sach- und Energiekosten könnten zu einem Versorgungskollaps führen

  • Auch die Dr. Becker Klinikgruppe beteiligt sich an der deutschlandweiten Kampagne „Alarmstufe Rot“


Köln, 21. Sept. 2022 – Wie derzeit viele Branchen befinden sich auch die Krankenhäuser und Rehaeinrichtungen in Deutschland in einer angespannten finanziellen Lage. Nachdem sich die Sachkosten und die Kosten für medizinischen Bedarf extrem verteuert haben, könnte die bevorstehende Explosion der Energiekosten um bis zu 400 Prozent viele Reha- und Vorsorge-Kliniken in eine Krise führen. Da die Vergütungssätze, die sie von den Krankenkassen und der Rentenversicherung für die Behandlung bekommen, langfristig fixiert sind, bleiben die Einrichtungen auf diesen Kostensteigerungen sitzen.



Kliniken können sich Mehrkosten langfristig nicht leisten

„Im Gegensatz zu vielen anderen Branchen haben wir nicht die Möglichkeit, steigende Kosten über steigende Preise weiterzugeben. Auch können wir unsere Dienstleistung nicht einfach wie andere kurzfristig aussetzen. Niemand kann zum Beispiel nach einem Schlaganfall auf eine Reha verzichten“, erklärt Bastian Liebsch, Geschäftsführer der Dr. Becker Klinikgruppe. Die Situation für Einrichtungen im stark reglementierten Gesundheitsmarkt sei deshalb besonders kritisch zu sehen.

„Es ist wichtig, dass die Politikerinnen und Politiker im Land hier genau hingucken und ihrer Verantwortung für die Gesundheitsversorgung gerecht werden. Deshalb schließen wir uns der Kampagne ‚Alarmstufe Rot‘ des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken an“, so Liebsch. Zwar sei die Dr. Becker Kliniken derzeit wirtschaftlich noch solide aufgestellt. „Angesichts der steigenden Energiepreise ohne Refinanzierungsmöglichkeit müssen wir jetzt aber auf unsere Situation aufmerksam machen“, zeigt sich Liebsch besorgt. Wenn die meist längerfristig bestehenden Lieferverträge mit den Energieversorgern im Herbst ausliefen und höhere Energiepreise zu Buche schlügen, dann bedeute das, dass die Energiekosten von zurzeit rund fünf Euro pro Tag auf über 20 Euro pro Patient:in anstiegen. Bei durchschnittlichen Vergütungssätzen für eine Reha von 120 Euro pro Tag könnten sich die Kliniken diese Kostenexplosion kaum leisten. Hier fordere man kurzfristige Lösungsansätze von der Politik.



Auch Corona fordert die Kliniken noch

Nach wie vor sind die Reha- und Vorsorgeeinrichtungen außerdem von den Corona-Folgen betroffen. Unterstützungsmaßnahmen für die Reha-/Vorsorgeeinrichtungen sind zum 30. Juni 2022 ausgelaufen und wurden nicht verlängert – obwohl immer noch Mehrkosten für Masken, Tests und Hygiene anfallen.

 


Es droht Versorgungskollaps

„Jeder Politiker und jede Politikerin im Land muss etwas dafür tun, dass die Versorgung der Patienten sichergestellt bleibt. Wenn Reha- und Vorsorge-Kapazitäten wegbrechen, droht ein Versorgungskollaps in den Krankenhäusern.  Diese sind darauf angewiesen, die Patienten zeitnah in die Anschlussrehabilitation entlassen zu können“, warnt Liebsch. Alle acht Dr. Becker Kliniken beteiligen sich daher mittels Öffentlichkeitsarbeit und Politiker: innen-Gesprächen an der bundesweiten Kampagne „Alarmstufe Rot“ des BDPK, damit die sektorenübergreifende und aufeinander aufbauende Patientenversorgung in Deutschland erhalten bleibt. 

 

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Dr. Becker Klinikgruppe

Die Dr. Becker Klinikgruppe ist ein inhabergeführtes mittelständisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Köln und betreibt deutschlandweit acht Rehabilitationseinrichtungen. www.dbkg.de


Anhang

BDPK Faktenblatt

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