Behandlungsfelder: Zwangsstörungen

Indikationsspektrum der Kliniken und Symptome

Behandlungsfelder Dr. Becker Klinikgruppe
 
  • Behandlungsfelder: Zwangsstörung

    Behandlungsfeld Zwangsstörung - Indikationsspektrum der Kliniken und Symptome

     
    Was ist eine Zwangsstörung?
    Als Zwang werden Handlungen und Vorstellungen bezeichnet, die sich ständig wiederholen und sich einem Menschen aufdrängen, ohne dass er etwas dagegen unternehmen kann. Diese Vorstellungen oder Handlungen werden dabei von dem Betroffenen selbst als unsinnig und belastend erlebt.

    Man unterscheidet Zwangsgedanken und Zwangshandlungen. Die Gedanken können in Handlungen übergehen, um innere Spannungen zu vermeiden oder abzubauen. Ein Beispiel dafür ist die Angst, beschmutzt zu sein. Sie ist ein Zwangsgedanke, die den Waschzwang, also eine Zwangshandlung, hervorrufen kann.

    Auch bei Gesunden kommen ähnliche Gedanken und Verhaltensweisen vor, zum Beispiel das Aufrechterhalten einer bestimmten Ordnung oder das gedankliche Beharren auf einer Melodie – der Ohrwurm. Krankhaft wird es dann, wenn sich das gesamte Denken, Handeln und soziale Verhalten nur noch um den Zwang dreht.

    Häufig wird eine Zwangsstörung vor Freunden und Familie weitestgehend geheim gehalten. Erste Beschwerden treten meist zwischen dem 20. und 25. Lebensjahr auf. Etwa zwei bis drei Prozent der Bevölkerung erleben solche Symptome in ihrem Leben.

    Häufig treten Zwangsstörungen gemeinsam mit Angststörungen oder einer Depression auf.
    Was sind die Ursachen einer Zwangsstörung?
    Für die Entwicklung von Zwangsstörungen sind verschiedene Dinge von Bedeutung. Enge Verwandte von Betroffenen erkranken häufiger als andere Menschen, was dafür spricht, dass die Erbanlagen eine Rolle spielen.

    Eine weitere mögliche Ursache liegt in unserem Gehirn: Dort gibt es viele verschiedene Botenstoffe, die unser Denken und Fühlen mitbestimmen. Wenn es in diesem Botenstoff-Gefüge ein Ungleichgewicht gibt, kann es zu Zwangsstörungen kommen.

    Zwangshandlungen können außerdem durchgeführt werden, um Angst zu reduzieren. Die Zwangshandlungen treten dann an die Stelle der Angst. Außerdem können bestimmte Persönlichkeitseigenschaften wie Unsicherheit und Perfektionismus das Risiko, an Zwangsstörungen zu erkranken, erhöhen. Aber auch bestimmte Erziehungsstile der Eltern, wie übertriebenes Achten auf Sauberkeit, können zu einer Zwangsstörung führen.
    Was sind Symptome einer Zwangsstörung?
    Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen wiederholen sich ständig. Sie drängen sich den Betroffenen auf, ohne dass sie durch Ablenkung oder Ähnliches vermieden oder abgebrochen werden können. Wenn Erkrankte sich dem widersetzen, kommt es zu innerer Unruhe und Angst.

    Die häufigsten Inhalte von Zwangsgedanken sind die Angst, sich zu beschmutzen, dauernde und unlösbare Zweifel und der Gedanke, die eigene Gesundheit sei gefährdet.

    Die häufigste Zwangshandlung ist der Kontrollzwang, also das vielmalige Nachsehen, ob die Haustür oder das Auto verschlossen ist. Betroffene sind sich dabei bewusst, dass die Tür verschlossen ist, aber das Unterlassen des Kontrollierens würde zu großen inneren Spannungen führen. Weiterhin haben viele Betroffene einen Waschzwang oder den Zwang, einen gleichen Sachverhalt wiederholt zu erfragen.

    Außerdem können Zwangsimpulse auftreten. Das sind Handlungsimpulse, die sich gegen den Willen durchsetzen wollen. Die Betroffenen haben Angst, diese Zwangsimpulse könnten realisiert werden. Meist geschieht das aber nicht. Diese Impulse drehen sich meist um Gewalt gegen andere oder sich selbst.
    Kliniken mit diesem Behandlungsangebot
    Dr. Becker Brunnen-Klinik
    Bundesland: NRW
    bei Paderborn, Bielefeld, Gütersloh
    Dr. Becker Burg-Klinik
    Bundesland: Thüringen
    bei Fulda, Bad Hersfeld, Erfurt
    Dr. Becker Klinik Juliana
    Bundesland: NRW
    in Wuppertal
    Dr. Becker Klinik Möhnesee
    Bundesland: NRW
    bei Soest, Werl, Iserlohn
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