Behandlungsfelder: Borderline-Syndrom

Indikationsspektrum der Kliniken und Symptome

Behandlungsfelder Dr. Becker Klinikgruppe
 
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    Was ist das Borderline-Syndrom?
    Das Borderline-Syndrom ist eine sogenannte emotional-instabile Persönlichkeitsstörung. Dabei besteht eine Veränderung der Persönlichkeit: Das Denken, Fühlen und Wahrnehmen weicht deutlich von der Mehrheit der Bevölkerung ab. Die Betroffenen sind sehr impulsiv, wechseln sprunghaft ihre Stimmung und sind wenig gefestigt in Beziehungen zu anderen Menschen und auch im Denken über sich selbst.

    Zwei Drittel der Betroffenen neigen dazu, sich selbst zu verletzen. Oft ist das Borderline-Syndrom auch mit anderen Persönlichkeitsstörungen oder einer Depression vergesellschaftet.

    Die meisten Betroffenen sind weiblich und zwischen 15 und 45 Jahren alt. Die Ursachen für das Syndrom sind bis heute unklar. In der Regel ist die Erkrankung durch einen lang dauernden Verlauf gekennzeichnet und in der Behandlung schwierig.
    Was sind die Ursachen eines Borderline-Syndroms?
    Die Ursachen sind wie bei vielen Erkrankungen der Psyche vielfältig. Es sind jedoch noch nicht alle Einflussfaktoren vollständig verstanden.

    Einerseits gibt es eine erbliche Veranlagung, andererseits ist bei fast allen Betroffenen ein traumatisierendes Erlebnis wie sexueller Missbrauch, körperliche Gewalt oder schwere Vernachlässigung in der Kindheit zu finden. Das bedeutet aber umgekehrt nicht, dass alle Kinder, die schweren seelischen Belastungen ausgesetzt sind, später eine Borderline-Persönlichkeitsstörung entwickeln.

    Man geht zudem davon aus, dass sich die Betroffenen bereits im Kleinkindesalter zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr in ihrer Psyche nicht normal entwickeln.

    Aufgrund einer fehlerhaften Steuerung im Gehirn kommt es bei Patienten mit Borderline-Syndrom zu einer stärkeren Wahrnehmung und zu einem verzögerten Abklingen emotionaler Reize, sowie zu einer verringerten Schmerzwahrnehmung unter Stress. Betroffene haben oft keine guten Möglichkeiten des Spannungsabbaus kennengelernt und nutzen häufig die Selbstverletzung als Weg, um mit inneren Spannungen umzugehen.
    Was sind die Symptome eines Borderline-Syndroms?
    Für die Diagnose einer Borderline-Störung müssen verschiedene Kriterien erfüllt sein. Das Krankheitsbild ist durch vielen verschiedene Symptome gekennzeichnet, die Größtenteil mit der Impulsivität und Instabilität der Betroffenen erklärbar sind.

    Patienten mit einem Borderline-Syndrom sind oft von einem Moment auf den anderen himmelhoch jauchzend und dann zu Tode betrübt. Diese wechselnden und für Außenstehende unverständlichen Gefühle kommen durch ein Gefühlschaos und ein zu wenig gefestigtes Selbstbild zustande. Den Gefühlsausbrüchen steht oft ein Gefühl der inneren Leere gegenüber. Dadurch entstehen häufig Probleme in zwischenmenschlichen Beziehungen. Angst vor Enttäuschungen und gleichzeitig klammerndes Verhalten ist nicht selten.

    Ein weiteres Merkmal der Borderline-Persönlichkeitsstörung ist die Unfähigkeit, unterschiedliche Gefühle bei sich und anderen wahrzunehmen. Es entsteht eine enorme innere Spannung, die meist nur durch selbstverletzendes Verhalten wie Ritzen, Brennen oder Kopfschlagen abgebaut werden kann. Das kann suchtähnlichen Charakter annehmen und bis hin zu Selbstmordgedanken oder zum Selbstmord führen. Impulse können nur schwer kontrolliert werden; es kommt zu Aggressionen gegen sich selbst und andere sowie schweren Selbstzweifeln.
    Kliniken mit diesem Behandlungsangebot
    Dr. Becker Burg-Klinik
    Bundesland: Thüringen
    bei Fulda, Bad Hersfeld, Erfurt
    Dr. Becker Brunnen-Klinik
    Bundesland: NRW
    bei Paderborn, Bielefeld, Gütersloh
    Dr. Becker Klinik Möhnesee
    Bundesland: NRW
    bei Soest, Werl, Iserlohn
    Dr. Becker Klinik Norddeich
    Bundesland: Niedersachsen
    an der Nordsee nahe Norderney, Juist
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