Behandlungsbeispiel: Hüft-TEP

Unsere Patientengeschichte: Oberschenkelhalsbruch und danach ein künstliches Hüftgelenk

Behandlungsbeispiel: Hüft TEP
 
  • Behandlungsbeispiel: Hüft-TEP

    Unsere Patientengeschichte: Oberschenkelhalsbruch und danach ein künstliches Hüftgelenk

     
    Hüft-TEP (Künstliche Hüfte nach Oberschenkelhalsbruch)

    Altersgerechte orthopädische Fachrehabilitation in der Dr. Becker Klinik Norddeich

    Erfahrungsbericht: Hüft TEP, künstliche Hüfte
    Mit seinen 84 Jahren erfreut sich Walter B. bester körperlicher und geistiger Gesundheit. Darauf ist der Bremer, der sich selbst gern als „rüstigen Rentner“ bezeichnet, ziemlich stolz. Zusammen mit seiner Frau Else lebt er seit über 15 Jahren in einer gemütlichen Dreizimmerwohnung im ersten Stock. Das Treppensteigen ist für die beiden kein Problem. Und auch den Alltag erledigt Walter B. selbstständig. Sportlich wie er ist, fährt er für Einkäufe und Botengänge mit dem Fahrrad.

    Das ändert sich schlagartig, als der 84-Jährige an einem vereisten Wintertag vor seiner Haustür ausrutschte und rücklings auf dem harten Asphalt aufprallt. Rasch alarmiert er mit seinem Hilfeschrei einen Passanten, der sofort einen Krankenwagen ruft. Hier teilt man ihm mit, dass er sich einen komplizierten Oberschenkelhalsbruch zugezogen hat. Noch am selben Tag wird Walter B. operiert und erhält ein künstliches Hüftgelenk.

    »Ich will kein Pflegefall werden!«

    Zwei Wochen verbringt Walter B. im Akutkrankenhaus. Trotz der Schmerzmedikamente macht ihm seine schmerzende Hüfte zu schaffen. Das viele Herumliegen stimmt ihn unruhig und missmutig. Der 84-Jährige ist es nicht gewohnt, so lange am Stück ans Bett gefesselt zu sein. Seine Mobilität bessert sich auch kaum nach seinem Krankenhausaufenthalt: Nur wenige Meter kann er mithilfe eines Rollators gehen. Und wenn er versucht, seine Hüfte zu bewegen, verspürt er schnell einen stechenden Schmerz. Auf Anraten seines behandelnden Arztes entscheidet sich Walter B. für eine stationäre orthopädische Rehabilitation. Die Entscheidung fällt dem 84-Jährigen nicht schwer, da er es kaum erwarten kann, sein altes, aktives Leben wieder aufzunehmen. Die Sorge, nach dem Unfall nicht mehr für sich selbst sorgen zu können, ist groß: „Ich will kein Pflegefall werden!“, beteuert er.
    Der Weg in die Reha
    Schritt für Schritt zurück in den Alltag
    Mit Freude entdeckt Herr B., dass es ein vielversprechendes Rehaangebot in Norden gibt. Wie es der Zufall will, wohnt dort seine jüngere Schwester Anita, die er zusammen mit seiner Frau häufig besucht. „Für mich sind die wunderschöne Nordsee und das Wattenmeer ein idealer Ort, um zu entspannen“, schwärmt der Rentner.

    Deshalb zögert er nicht lange und schickt zusammen mit seinem Rehaantrag ein „Wunsch- und Wahlrechtformular“ an seine Krankenkasse, um die Klinik Norddeich als seine Wunschklinik anzugeben. Zwei Wochen später erhält er einen positiven Bescheid und fährt zusammen mit seiner Schwester, die ihn aus Bremen abholt, nach Norden.
    Die Reha
    Nach einem ausführlichen ärztlichen Aufnahmegespräch in der Klinik Norddeich erhält Walter B. noch am selben Tag seinen individuellen Therapieplan. Zunächst soll der Rentner ein moderates Bewegungstraining absolvieren, da seine rechte Hüfte noch immer schmerzt und sein rechtes Bein nur eingeschränkt belastbar ist. So nimmt er in der ersten Woche zum Beispiel an Einzelkrankengymnastik und Gruppenangeboten wie Hockergymnastik und Sturzprophylaxe teil. Dadurch trainiert er sein Gleichgewicht, verbessert seine Koordination und kräftigt insbesondere die Muskelgruppen, die seine Hüfte stabilisieren.

    Anfangs müssen die Ärzte und Therapeuten Herrn B. noch bremsen, damit er sich nicht überfordert. Doch schon bald ist die Hüfte des 84-Jährigen belastbarer und er kann sein Trainingspensum erhöhen. Schritt für Schritt übt Walter B., sein Gangbild durch das Gehen an Gehstöcken zu stabilisieren und wieder Treppen zu steigen. Damit er seine Einkäufe wieder mit dem Fahrrad erledigen kann, trainiert er am Fahrradergometer.

    Seine Hartnäckigkeit und Disziplin zahlen sich aus: Nach drei Wochen Reha gelingt es Walter B., 30 Minuten lang sicher zu gehen. »Das deckt schon mal den Weg zur nächsten Eisdiele ab«, freut er sich augenzwinkernd. 20 Treppenstufen kann der 84-Jährige jetzt ohne Pause nehmen und somit ungehindert den Weg zu seiner Wohnung im ersten Stock erklimmen. Am Fahrradergometer hält er 20 Minuten durch. »Das macht mich schon ein wenig stolz«, freut sich Herr B.
    Für den Alltag gerüstet
    Damit der Rentner für seinen Alltag gewappnet ist, lässt er sich noch in der Klinik beraten, welche technischen Hilfsmittel im Haushalt möglich sind. Herr B. entscheidet sich für eine Strumpfanziehhilfe und eine Toilettensitzerhöhung, die der klinikeigene orthopädische Dienst zu ihm nach Hause liefert.
    Sein Fazit
    »Jetzt fühle ich mich wieder voll und ganz für den Alltag gerüstet«, freut sich der Rentner. »Es ist schön zu wissen, dass ich im Frühjahr wieder Fahrrad fahren kann!«.