Behandlungsbeispiel: Adipositas

Unsere Patientengeschichte mit Behandlungsplan

Behandlungsbeispiel: Adipositas
 
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    Meine Geschichte
    Behandlungsbeispiel: Adipositas
    »Eigentlich war ich schon immer etwas dicklich. Das liegt bei uns in der Familie. Meine Mutter und mein Vater sind auch nicht gerade schlank. Als Kind wurde ich oft gehänselt. Ich habe versucht das auszugleichen, indem ich meinen Freunden ein guter Kumpel war. Später hat es mir auch nicht mehr soviel ausgemacht. Meine erste Freundin hatte ich mit 17. Das lief eigentlich ganz gut, wir haben uns nur nach einigen Jahren auseinandergelebt. Dann war ich ziemlich lange alleine.

    Beruflich bin ich gut vorangekommen, habe aber zurzeit Ärger mit meinem Chef. Er meint, dass ich abnehmen soll, dann würde ich meine Arbeit besser erledigen. Ich selbst spüre auch, dass durch meine Körperfülle Probleme entstehen. Sportlich mache ich nichts mehr. Selbst beim Treppensteigen bekomme ich schlecht Luft. Die Medikamente für den Blutdruck bringen gar nichts. Zuletzt habe ich mich gefragt, wie ich mein Leben so führe. Da habe ich festgestellt, dass ich ziemlich isoliert lebe.«
    Carsten B., 38 Jahre (Patient der Dr. Becker Klinikgruppe)
    Symptome Adipositas
    Adipositas heißt übersetzt Fettleibigkeit. Von einer Fettleibigkeit spricht man, wenn sich übermäßig viel Fettgewebe im Körper eingelagert hat.

    Die Fettleibigkeit ist durch starkes Übergewicht gekennzeichnet. Das Ausmaß des Übergewichts kann anhand des sogenannten Body Mass Index (BMI) eingeschätzt werden. Der Body Mass Index wird mit einer Formel berechnet, in die das Körpergewicht und die Körpergröße mit einbezogen werden. Das ist wichtig, weil das normale Körpergewicht von der Körpergröße eines Menschen abhängt. Wenn der BMI zwischen 18,5 und 25 kg/m² liegt, dann ist er normal. Bei einem Wert zwischen 25 und 30 kg/m² besteht Übergewicht. Ab einem BMI von 30 kg/m² spricht man von Adipositas.

    Fettleibigkeit wirkt sich auf den gesamten Körper aus. Sie fördert zum Beispiel die Entstehung von Herzerkrankungen und der Blutgefäße. Infolgedessen können zum Beispiel ein Herzinfarkt, ein Schlaganfall oder hoher Blutdruck auftreten. Außerdem ist das Risiko für einen erhöhten Blutzucker und die vorzeitige Abnutzung der Gelenke erhöht.

    Je nachdem, wo sich das Fett am Körper bildet, können sich die Auswirkungen der Fettleibigkeit auf den Körper unterscheiden. Fetteinlagerungen am Bauch führen zum Beispiel häufiger zu Erkrankungen des Herzens, der Blutgefäße und des Stoffwechsels als Fetteinlagerungen an der Hüfte oder an den Oberschenkeln.

    Psychische Folgen können Depressionen, Vermeidungsverhalten, sozialer Rückzug, Selbstunsicherheitsgefühle, herabgesetztes Selbstwertgefühl, ständige Frustrationen, Leeregefühle und Unlustgefühle sein.
    Behandlungsprogramm Adipositas
    Orientiert an den Leitlinien der Deutschen Adipositas-Gesellschaft setzen wir in der multimodalen Behandlung der Adipositas auf ein "Drei-Säulen-Programm", bestehend aus einer Verbesserung des Ernährungsmanagements, der körperlichen Aktivierung sowie Psychotherapie.
    Behandlungsplan
    Behandlungsplan Adipositas
    Einen Musterbehandlungsplan finden Sie hier.
    Wirksamkeit Therapie
    Eine Adipositastherapie gilt als erfolgreich, wenn das Gewicht über ein Jahr mindestens fünf Prozent unter dem Ausgangsgewicht gehalten werden kann. Dafür befragen wir unsere Patienten nach etwa einem Jahr, wie sie ihren Behandlungserfolg einschätzen und ob sie die ausgesprochenen Empfehlungen im Alltag umsetzen.

    Es zeigt sich, dass durch stationäre Rehabilitation signifikant mehr Adipositas-Grad III - Patienten (BMI > 40) den Wiedereinstieg in den Beruf schaffen. Die Zahl der Rentenanträge reduziert sich im gleichen Zeitraum. Der durchschnittliche BMI-Wert sinkt während der stationären Reha um zwei Prozent. Depressionen verbesseren sich um 26,6 %, die subjektiven Beschwerdesymptome um 38,5 %.
    Nachsorge Adipositas
    Im Anschluss an den stationären Rehabilitationsaufenthalt geben wir unseren Patienten sowie ihren weiterbehandelnden Ärzten Empfehlungen für die Nachsorge. Wir besprechen mit ihnen weiterführende Schritte wie z. B. Adipositas-Langzeit-Programme (indikationsbezogene Gruppen), Psychotherapie, Intensivierte Rehabilitationsnachsorge (IRENA), Selbsthilfegruppen.

    Adressen von Selbsthilfegruppen vermitteln wir Ihnen gerne. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf: behandlung@drbeckermail.de
    Kontakt Kliniken
    Ein Behandlungsangebot bei Adipositas bieten wir in den folgenden Dr. Becker Kliniken an:
    Dr. Becker Brunnen-Klinik
    Bundesland: NRW
    bei Paderborn, Bielefeld, Gütersloh
    Dr. Becker Burg-Klinik
    Bundesland: Thüringen
    bei Fulda, Bad Hersfeld, Erfurt
    Dr. Becker Klinik Möhnesee
    Bundesland: NRW
    bei Soest, Werl, Iserlohn
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