REHA GLOSSAR

Begriffe zur Reha einfach erklärt

Begriffe zur Reha einfach erklärt
 
  •  
    Ablehnung nach Aktenlage
    Ihr Rehabilitationsantrag wurde abgelehnt, weil die darin enthaltenen Informationen die medizinische Notwendigkeit der Rehabilitation nicht ausreichend begründen. Ein Widerspruch ist oft erfolgreich. Legen Sie hierfür, gemeinsam mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin die medizinische Notwendigkeit einer Rehabilitationsmaßnahme in einem ausführlichen Befundbericht vollständig dar.
    AGM/Anschlussgesundheitsmaßnahme
    Im Unterschied zur Anschlussheilbehandlung (AHB) spricht die Deutsche Rentenversicherung bei einem Übergang von Krankenhaus in die Rehaklinik von einer Anschlussgesundheitsmaßnahme (AGM), wenn der Patient/die Patientin kein Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse ist oder aus medizinischen oder sonstigen Gründen keine AHB möglich ist. Eine AGM erfolgt z. B., wenn die gestellte Diagnose nicht als AHB-Diagnose anerkannt ist oder wenn nach einer Krankenhausbehandlung eine AHB nötig wäre, diese aber nicht binnen der 14 Tages-Frist angetreten werden kann (wenn z. B. eine Wunde noch heilen, ein Gelenk noch einwachsen muss etc.). Bei einer AGM müssen die persönlichen und versicherungsrechtlichen Voraussetzungen vor Beginn der Rehabilitationsleistung durch den Sozialdienst des überweisenden Akutkrankenhauses geprüft werden.
    AHB/Anschlussheilbehandlung
    Eine Anschlussheilbehandlung ist eine unmittelbar oder maximal binnen zwei Wochen an einen stationären Krankenhausaufenthalt anschließende Behandlung in einer Rehabilitationseinrichtung mit dem Ziel, verlorengegangene Fähigkeiten zurückzugewinnen. Um den Rehabilitationsantrag kümmert sich in der Regel der Sozialdienst des Akutkrankenhauses. Im Gegensatz zur AGM kann eine AHB nur durchgeführt werden, wenn die Diagnose als AHB-Diagnose anerkannt ist.
    AHB-Diagnose
    Viele Kostenträger führen einen Katalog mit Indikationen, für die eine AHB beantragt werden kann. Dort nicht aufgeführte Indikationen können aber ggf. in Form einer AGM oder einer Reha als Heilverfahren behandelt werden.
    Akutaufnahme
    Aufnahme per Krankenhauseinweisung, z. B. durch den Hausarzt/die Hausärztin erstellt. Der Aufenthalt gilt in diesem Fall nicht als Rehabilitationsmaßnahme, sondern als Krankenhausaufenthalt. Daher entfällt auch der übliche Beantragungsweg beim Kostenträger. In den Dr. Becker Kliniken ist eine Akutaufnahme nach medizinischer Absprache nur für Versicherte der PKV mit Kostenübernahme und für Selbstzahler möglich.
    Ambulante Maßnahmen („Grundsatz „ambulant vor stationär“)
    Als ambulant bezeichnet man alle therapeutischen Maßnahmen, die Sie als Patient/in am Wohnort ohne Unterbringung in einer Klinik absolvieren. Hierzu gehören auch einzelne ambulante Therapien wie eine wöchentliche Physio- oder Psychotherapie, aber auch eine ambulante Rehabilitationsmaßnahme. Für und von den Kostenträgern gilt der Grundsatz „ambulant vor stationär“, d. h. oft muss nachgewiesen werden, dass bereits andere ambulante, weniger intensive Behandlungsangebote ausprobiert wurden, bevor eine stationäre Aufnahme in einer Rehaklinik oder einer anderen speziellen Fachklinik ärztlich empfohlen und durch den Kostenträger genehmigt wird.
    Ambulante Rehamaßnahme
    Sie können eine Rehabilitation als stationäre oder ambulante Maßnahme durchführen. Eine ambulante Reha wird meist verordnet, wenn ein passendes Angebot in der Wohnortnähe vorhanden ist und Sie mobil genug sind, die tägliche Anfahrt und Selbstversorgung zu bewältigen. Gründe dafür, warum Ihr Arzt eine ambulante Reha empfiehlt, können beispielsweise häusliche oder familiäre Verpflichtungen sein, ebenso wie die Möglichkeit, das in der Reha Erlernte direkt in Ihrem Alltag anwenden zu können. Als Patient/in durchlaufen Sie, von Unterbringung und Verpflegung abgesehen, in einer ambulanten Reha das gleiche therapeutische Programm wie in einer stationären.
    Arbeitsunfähigkeit
    Während der Reha sind Sie offiziell krankgeschrieben und arbeitsunfähig. Prinzipiell haben Arbeitnehmer/innen Anspruch auf Lohnfortzahlung für 42 Kalendertage (= sechs Wochen) im Krankheitsfall. Erst ab dem Ende der Lohnfortzahlung erhalten Sie maximal für weitere rund 16 Monate Krankengeld in Höhe des Arbeitslosengeldes. Hierzu wenden Sie sich bitte an Ihre Krankenkasse. Während einer länger andauernden Arbeitsunfähigkeit können Ihre Kranken- oder Rentenversicherung Sie aktiv dazu auffordern, eine medizinische Reha zu beantragen, um Ihren Gesundheitszustand zu verbessern. Auch in diesem Fall können Sie eine Wunschklinik nennen, in der die Maßnahme durchgeführt werden soll.
    Ambulante Rehabilitation (Teilstationäre Rehabilitation)
    Eine ambulante Reha ist eine wohnortnahe Rehabilitationsmaßnahme ohne Übernachtung und Verpflegung, wobei die therapeutischen Inhalte einer stationären Rehabilitation gleichen (ähnlich einer Tagesklinik in der Akutversorgung). Ist eine solche Maßnahme aufgrund einer individuellen und oder medizinischen Situation nicht durchführbar oder zielführend, empfiehlt sich eine stationäre Rehabilitation.
    Arzt (Haus- oder Facharzt)
    In der Regel muss ein Arzt/eine Ärztin eine medizinische Rehabilitationsmaßnahme verordnen. Das kann der Hausarzt/die Hausärztin oder ein/e Facharzt/ärztin, in der Psychosomatik auch ein/e Psychotherapeut/in mit Kassensitz sein. Manchmal fordert der Kostenträger Patienten/innen auch aktiv dazu auf, eine Reha einzuleiten. In diesem Fall hat zumeist ein Arzt/eine Ärztin des medizinischen Dienstes des Kostenträgers Ihre Patientenhistorie angesehen und eine Reha-Maßnahme angeregt.
    Antrag
    Eine Rehabilitation gehört zu den medizinischen Leistungen, deren Kosten nur auf Antrag von einem Kostenträger übernommen werden. Die Antragsformulare erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Kostenträger.
    Befundbericht
    Verordnet Ihnen ein Arzt/eine Ärztin eine Reha, erstellt diese/r einen Befundbericht für den Kostenübernahmeantrag. Dieser führt Ihre Diagnosen auf und beschreibt, inwiefern diese Sie im beruflichen und gesellschaftlichen Leben einschränken. Da der Befundbericht oftmals als Basis für die Kostenübernahmeentscheidung dient und auch Klinikärzten/ärztinnen erste Aufschlüsse über den Zustand des Patienten/der Patientin gibt, sollte dieser nicht zu knapp ausfallen, die Diagnosen darin sinnvoll priorisiert und eine Reha als medizinisch notwendig beschrieben werden.
    Begleitkind
    Sie können Kinder bis 12 Jahre in manche Dr. Becker Kliniken mitbringen (Eine Übersicht finden Sie hier). Die Kostenübernahme für das/die Begleitkind/er beantragen Sie beim Kostenträger, die Unterbringung erfolgt mit Zustellbett in Ihrem Einzelzimmer. Die Möglichkeit zur Mitnahme und Betreuung von Kindern ist eine zulässige Begründung für die Ausübung Ihres Wunsch- und Wahlrechts.
    Begleitperson
    Einige Dr. Becker Kliniken bieten die Möglichkeit, eine (medizinisch notwendige) Begleitperson für die Zeit der Reha mit in die Klinik zu bringen. Diese übernachtet in einem Zustellbett mit in Ihrem Einzelzimmer. Voraussetzung für die Begleitung ist, dass aus medizinisch-therapeutischer Sicht keine Einwände dagegen bestehen. Daher ist Rücksprache mit einem zuständigen Arzt/einer zuständigen Ärztin zwingend notwendig. Nicht möglich ist die Begleitung für den Fall, dass Sie eine Reha mit Hund machen, da diese Zimmer häufig nicht mit einem Zustellbett ausgestattet sind. Begleitpersonen bezahlen ihren Aufenthalt in der Regel selbst. Für medizinische notwendige Begleitpersonen können Sie eine Kostenübernahme bei Ihrem zuständigen Kostenträger beantragen.
    Belegungsvertrag/Kooperationsvertrag/Rabattvertrag
    Unbedingt zu unterscheiden von Versorgungsverträgen. Belegungsverträge sind besondere Kooperationsvereinbarungen von Kostenträgern mit einzelnen Rehabilitationseinrichtungen und rechtlich nicht zulässig. Darin werden Belegungszusagen mit besonders günstigen Konditionen für den jeweiligen Kostenträger vereinbart. Kostenträger wählen für Patienten/innen vorzugsweise Reha-Einrichtungen aus, mit denen Belegungsverträge existieren. Ein nicht vorhandener Belegungsvertrag ist jedoch kein Ausschlusskriterium für die Zuweisung in eine Rehaklinik und darf nicht als Grund dafür angegeben werden, die im Rahmen des Wunsch- und Wahlrechts bevorzugte Einrichtung zu verweigern.
    Beihilfe
    Die Beihilfestelle gewährt Beamten/innen finanzielle Absicherung bei gesundheitsbezogenen Ausgaben. Sie bietet damit ergänzende finanzielle Unterstützung zu den Leistungen der PKV. In der Regel übernimmt Ihre Beihilfestelle, je nach Vertrag, einen festgelegten Prozentsatz Ihrer Behandlungskosten auch für Rehabilitationen. Bitte erkundigen Sie sich vorab bei Ihrer Beihilfestelle nach der Höhe der Erstattung und allen weiteren Voraussetzungen für die Kostenübernahme. Im nächsten Schritt können Sie bei Ihrer PKV anfragen, ob und in welcher Höhe diese Rehabilitationsleistungen für Sie übernimmt.
    Besichtigung
    Die Dr. Becker Kliniken sind offene Häuser, die Sie (nach Absprache) zu gängigen Zeiten besichtigen können. Um die Privatsphäre der anderen Patienten/innen zu schützen, können wir Ihnen jedoch keine Patientenzimmer zeigen.
    Diagnose (Haupt- und Nebendiagnose)
    Bevor Sie eine Reha antreten können, müssen Ihre Beschwerden durch einen Arzt/eine Ärztin als behandlungsbedürftig diagnostiziert und Ihre dadurch bedingten Einschränkungen skizziert werden. Als Hauptdiagnose wird dabei die Diagnose bezeichnet, wegen der die Reha hauptsächlich veranlasst wurde. Als Nebendiagnosen werden alle weiteren Diagnosen bezeichnet. Bei einer öffentlich finanzierten Reha steht immer die Behandlung einer Hauptdiagnose im Vordergrund. Nebendiagnosen können nur nach Absprache und bei entsprechender fachlicher Betreuung in der Rehaklinik mitbehandelt werden. In einer orthopädischen Klinik können z. B. keine Lungenerkrankungen mitbehandelt werden. Welche Rehaklinik die richtige für Sie ist, wird in erster Linie hinsichtlich der Hauptdiagnose beurteilt. Die Hauptdiagnose sollte darum auch ganz oben im Befundbericht stehen.
    DRV/Deutsche Rentenversicherung
    Für die meisten erwerbstätigen angestellten Patienten/innen ist die Deutsche Rentenversicherung bzw. eine Regionalstelle dieser der Kostenträger für die Reha. Auch für einige arbeitslose Patienten/innen, die in den letzten zwei Jahren mind. sechs Monate in die Rentenversicherung eingezahlt haben und bei denen gesundheitliche Beeinträchtigungen die zukünftige Arbeitsfähigkeit bedrohen, kann die Deutsche Rentenversicherung zuständig sein. Welcher der 16 regionalen Rentenversicherungsträger in diesem Fall zuständig ist, können Sie dem Auszug der eigenen Rentenmitteilung entnehmen. Die Zuordnung zu Ihrem zuständigen Versicherungsträger erfolgt über die Rentenversicherung. Die meisten Dr. Becker Kliniken verfügen über Belegungsverträge mit der DRV.
    Eilverfahren
    Ein Antrag auf Rehabilitation kann dann als Eilverfahren deklariert werden, wenn Ihr Arzt/Ihre Ärztin dies medizinisch oder Ihr Kostenträger dies aufgrund von längerer Krankheit für notwendig hält. Bei einem Antrag im Eilverfahren wird ein schneller Beginn der Rehabilitationsmaßnahme empfohlen und die Beantragung geht i. d. R. schneller. Ein Eilverfahren kann durch den Arzt/die Ärztin angeregt werden. Ob die Kriterien dafür ausreichend erfüllt sind, entscheidet jedoch ein/e sachverständige/r Arzt/Ärztin des Kostenträgers.
    Einweisung/Verordnung
    In jedem Fall muss Ihnen eine medizinisch notwendige Maßnahme durch eine/n Haus- oder Facharzt/ärztin verordnet oder empfohlen werden. Diese/r kann sowohl bei dringendem Behandlungsbedarf eine Krankenhauseinweisung in ein Akutkrankenhaus, wie auch eine Reha in einer dafür spezialisierten Rehaklinik verordnen. Bei akutem Behandlungsbedarf werden Sie kurzfristig per Einweisung ins Krankenhaus mit passender Fachabteilung geschickt. Möchte Ihr/e Arzt/Ärztin Ihnen eine Reha verordnen, stellt er/sie eine (vorläufige) Diagnose und beschreibt in einem Befundbericht Ihre Beschwerden, Symptome und Einschränkungen. Hierfür gibt es bei einigen Kostenträgern auch Vordrucke, die Sie dort anfragen können; diese liegen aber auch in vielen Praxen vor. Mit einem Formular zur Einweisung in ein Akutkrankenhaus können Sie nicht in einer reinen Rehaklinik aufgenommen werden und mit einer Reha-Verordnung samt Befundbericht nicht in einem Akutkrankenhaus – hier müssen also die verordnete Maßnahme und der Kliniktyp (Akut- vs. Rehaklinik) zusammenpassen.
    Eltern-Kind-Kur
    Bei einer Eltern-Kind-Kur (alternativ auch Mutter-/Vater-Kind-Kur) stehen die spezifischen Probleme des Eltern-Daseins im Mittelpunkt der mehrwöchigen Maßnahme. Da in der Maßnahme die Eltern-Kind-Beziehungen thematisiert werden, findet eine Behandlung der Eltern mitsamt ihrem/n Kind/ern statt. Die Kinder werden in die Behandlung eingebunden und besuchen mit ihren Eltern die therapeutischen Angebote. Das Elternteil ist oftmals nicht als krank diagnostiziert, ist aber trotzdem aufgrund von z. B. Mehrbelastungen durch Job und Familie, den Status als Alleinerziehende/r oder durch ein Kind mit Behinderung erschöpft, dauergestresst oder überfordert. Dadurch unterscheidet sich die Eltern-Kind-Kur von der medizinischen Reha mit Begleitkind, wie wir sie in ausgewählten Dr. Becker Kliniken anbieten. Bei einer Reha mit Begleitkind durchläuft nur der/die erkrankte Vater/Mutter die fachliche zur Erkrankung passende Rehabilitation, während das gesunde Begleitkind pädagogisch im hauseigenen Kindertreff betreut wird. Eine Eltern-Kind-Kur kann in den Dr. Becker Kliniken nicht absolviert werden. Wir bieten allerdings die Möglichkeit zur Reha mit (gesunden) Begleitkindern.
    GKV/Gesetzliche Krankenversicherung
    Sofern Sie nicht erwerbstätig oder nicht mehr im erwerbsfähigen Alter sind (z. B. Azubis, Studierende, Hausfrauen-/männer oder Rentner/innen) ist meist die gesetzliche Krankenversicherung Kostenträger Ihrer Reha-Maßnahme.
    Hund/(Begleit- und Therapiehund)
    Einige Dr. Becker Kliniken bieten Ihnen die Möglichkeit, Therapie- oder Begleithunde zur Rehabilitation mitzubringen (weitere Infos finden Sie hier). Diese Plätze sind begrenzt und sehr beliebt, daher kann die Wartezeit in diesen Fällen länger sein. Eine gesonderte Beantragung beim Kostenträger ist nicht notwendig, allerdings wird dieser die Kosten für den Hund nicht übernehmen, sofern es sich nicht um einen Therapiehund handelt. Wenn Sie Ihr Wunsch- und Wahlrechts ausüben, können Sie die Möglichkeit zur Hundemitnahme als medizinische Begründung für die gewünschte Klinik angeben.
    HV/Heilverfahren
    Eine Reha als Heilverfahren ist im Gegensatz zur AHB und AGM ohne vorherigen Krankenhausaufenthalt möglich. Ziel eines Heilverfahrens kann es sein, Ihre Erwerbsfähigkeit oder Gesundheit zu erhalten bzw. zu fördern sowie verlorengegangene Fähigkeiten wiederzuerlernen. Den Antrag stellen Sie, in Absprache mit Ihrem Arzt, bei Ihrem zuständigen Kostenträger. Auch hier besteht die Möglichkeit, Ihr Wunsch- und Wahlrecht in Anspruch zu nehmen.
    Indikation
    Bezeichnet den Anlass der Reha-Maßnahme und gibt Aufschluss über die entsprechende Fachrichtung der Erkrankung sowie der dazu passenden Rehaklinik. In den verschiedenen Dr. Becker Kliniken werden Indikationen der Fachrichtungen Psychosomatik, Orthopädie und Osteologie, Neurologie und Neuro-Onkologie sowie der (Psycho-)Kardiologie behandelt. Überprüfen Sie in jedem Fall, ob Ihre Wunschklinik eine Fachabteilung Ihrer Indikation hat, denn die meisten Rehakliniken verfügen über Spezialwissen in einer oder zwei Indikationen, nicht in allen.
    Kinder und Jugendliche
    Man muss unterscheiden zwischen Kindern und Jugendlichen, die selbst erkrankt und rehabedürftig sind, und solchen, die ihre behandlungsbedürftigen Eltern zur Reha begleiten, da sie während dieser Zeit zu Hause nicht betreut werden können. Begleitkinder bis 12 Jahre können in ausgewählten Dr. Becker Kliniken mit aufgenommen und pädagogisch (nicht ärztlich) betreut werden (s. Begleitkind). Therapiemaßnahmen für Kinder und Jugendliche bieten wir derzeit jedoch nicht an, auch eine Familienreha ist bei uns nicht möglich. Hier gibt es andere Kliniken, die auf die speziellen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen eingestellt sind und z. B. Kinderärzte/innen beschäftigen. Ggf. kann es aber bei sehr seltenen z. B. neurologischen Erkrankungen Ausnahmen geben, bei der erkrankte Minderjährige die kompetente Behandlung in einer Reha-Spezialklinik für Erwachsene brauchen (z. B. weil es keine spezielle Kinder- und Jugendklinik dafür gibt).
    Klage
    Wird eine Reha-Maßnahme abgelehnt, können Sie zunächst einen medizinisch begründeten Widerspruch einreichen. Wird dieser erneut abgelehnt, können Sie gegen diesen vor dem Sozialgericht klagen. Die Kosten für das Verfahren trägt in der Regel die Staatskasse. Anwaltliche Unterstützung ist keine Pflicht, aber durchaus ratsam. Verlieren Sie das Gerichtsverfahren allerdings, müssen Sie die Anwaltskosten selbst tragen.
    Kontraindikation
    Eine Reha-Maßnahme wird für eine Haupterkrankung verordnet (s. Diagnose) Nach dieser richtet sich die Indikation bzw. Fachrichtung der ausgewählten Rehaklinik. Einige Erkrankungen, akute oder permanente gesundheitliche Einschränkungen können per se nicht in einer Rehaklinik behandelt werden, da sie einer anderen, intensiveren, engeren oder notfallmedizinischen Betreuung oder Krisenintervention bedürfen. Diese Kontraindikationen würden dazu führen, dass Sie in der verordneten Maßnahme ganz oder teilweise nicht teilnehmen könnten oder unterversorgt wären (z. B. Demenzerkrankte in der Psychosomatik).
    Kosten
    Während einer mehrwöchigen Reha-Maßnahme fallen in der Regel einige tausend Euro Kosten für moderne Therapien, gut ausgebildete Ärzte/innen, Pflegende und Therapeuten/innen, für eine sinnvolle Ausstattung der Klinik sowie ggf. für Kost und Logis der Patienten/innen an. Verschiedene Kostenträger können diese Kosten auf Antrag übernehmen. Hierfür vereinbaren Klinikbetreiber und Kostenträger gemeinsam sog. Pflegesätze. Sie legen fest, bis zu welcher Höhe welcher Kostenträger die Rehakosten übernimmt. Nicht in diesen Pflegesätzen inkludiert sind Kosten, die Ihre Freizeitgestaltung oder Zusatzangebote betreffen (z. B. WLAN, TV, Parken, Ausflüge, Hundemitnahme). Für diese müssen Sie selbst aufkommen. Zum Teil müssen Sie zudem 10 Euro Zuzahlung/Eigenbeteiligung pro Reha-Tag leisten, die direkt beim Kostenträger eingehen.
    Kostenträger
    Während einer Reha-Maßnahme fallen in der Regel mehrere tausend Euro Kosten für moderne Therapien, gut ausgebildete Ärzte/innen, Pflegende und Therapeuten/innen, für eine sinnvolle Ausstattung der Klinik sowie ggf. für Kost und Logis der Patienten/innen an. Verschiedene Kostenträger können diese Kosten auf Antrag übernehmen. Abhängig von Ihrem Sozialversicherungs- und Berufsstatus sind z. B. die DRV (Deutsche Rentenversicherung), die GKV (gesetzliche Krankenversicherung), die PKV (private Krankenversicherung), die gesetzliche Unfallversicherung, die Kriegsopferfürsorge sowie Träger der öffentlichen Jugend- oder Sozialhilfe Kostenträger von Reha-Maßnahmen. Alternativ können Sie die Kosten auch selbst tragen. Eine ärztliche Verordnung und medizinische Indikation der Reha müssen in jedem Fall gegeben sein.
    Kostenzusage/Kostenübernahme
    Nachdem Sie Ihren Reha-Antrag bei Ihrem Kostenträger eingereicht haben, entscheidet dieser über das weitere Vorgehen. Um eine Reha antreten zu können, benötigen GKV- (gesetzliche Krankenversicherung) und DRV- (Deutsche Rentenversicherung) Patienten/innen in der Regel eine Kostenzusage für den gesamten Aufenthalt. Diese Kostenzusage wird dem/der Patienten/in und der Rehaklinik vor dem Reha-Antritt zugesendet, wenn die Reha bewilligt wurde. Für privat versicherte Patienten/innen ist eine Kostenzusage ebenfalls wichtig, da diese andernfalls die Kosten für die Reha selbst zahlen müssen.
    MBOR/Medizinisch-beruflich orientierte Reha
    Die medizinisch-beruflich orientierte Reha (MBOR) ist ein Reha-Konzept der Deutschen Rentenversicherung (DRV). In diesem Konzept wird sich, im Rahmen einer medizinischen Reha, besonders auf die beruflichen Probleme des/der Patienten/in konzentriert. Patienten/innen, denen die DRV eine MBOR zusagt, leiden neben ihrer medizinischen Diagnose oft unter einer besonderen beruflichen Problemlage (BBPL). Beispiele hierfür sind körperlich schwere oder seelisch belastende Tätigkeiten. Im Rahmen von bestimmten MBOR-Bausteinen werden in der Therapie die beruflichen Schwierigkeiten explizit thematisiert. Auch wenn Ihr Kostenträger nicht die DRV ist, können Sie auf Anfrage an MBOR-Modulen teilnehmen. Sie können dies vor Ort mit dem Therapieteam der Klinik abklären. Weitere Infos erhalten Sie unter: https://www.dbkg./mbor
    MDK/Medizinischer Dienst des Kostenträgers
    Der medizinische Dienst (MDK) ist eine Instanz innerhalb des Kostenträgers. Er kann beauftragt werden, um Patienten/innen und ihre Erkrankungshistorien im Rahmen einer Reha-Bewilligung zu beurteilen. Eine Beurteilung kann aufgrund übersandter Befunde, erhöhter Krankenfehltage oder nach einer ausführlichen Untersuchung erfolgen, zu die der MDK Patienten/innen einlädt.
    Medizinische Eignung
    Entscheidend für die Zuweisung zu einer Reha-Einrichtung ist das Zusammenpassen Ihres individuellen Krankheitsbildes mit dem Behandlungsspektrum der Klinik. Das Wunsch- und Wahlrecht kann deshalb auch nur auf Reha-Einrichtungen angewendet werden, die medizinisch für die Behandlung Ihrer Hauptdiagnose geeignet sind. Weiter Faktoren für die medizinische Eignung sind ein besonderes, passendes Therapieangebot, eine zeitnahe Aufnahme oder die Mitnahme einer medizinisch notwendigen Begleitperson. Von den medizinischen Gründen zu unterscheiden sind persönliche Beweggründe für die Wunschklinik.
    Medizinische Notwendigkeit
    Um eine Rehabilitation genehmigt zu bekommen, wird eine Bestätigung der medizinischen Notwendigkeit, also der Reha-Bedürftigkeit durch einen Arzt benötigt. In einem Befundbericht hält der/die Arzt/Ärztin die diagnostizierten Erkrankungen fest und vermerkt die dadurch entstehenden beruflichen und gesundheitlichen Einschränkungen. Der Bericht wird zusammen mit dem Reha-Antrag beim Kostenträger eingereicht und dort von einem Sachverständigen geprüft. Wenn der Kostenträger die Reha-Bedürftigkeit bestätigt, ist die Kostenzusage für die Maßnahme sehr wahrscheinlich. Wird die Rehabilitationsbedürftigkeit nicht bestätigt und somit eine Kostenübernahme Ihrer Reha abgelehnt, können Sie dagegen Widerspruch einlegen.
    Mutter-Kind-Kur/Eltern-Kind-Kur
    Eine Eltern-Kind-Kur unterscheidet sich von der medizinischen Reha mit Begleitkind, wie wir sie in ausgewählten Dr. Becker Kliniken anbieten. Bei einer Reha mit Begleitkind durchläuft nur der/die erkrankte Vater/Mutter die Rehabilitation, während das gesunde Begleitkind pädagogisch im hauseigenen Kindertreff betreut wird. Eine Eltern-Kind-Kur kann in den Dr. Becker Kliniken nicht absolviert werden.
    Eine Reha mit Begleitkind ist aber in der Dr. Becker Burg-Klinik und der Dr. Becker Kiliani-Klinik möglich. Nähere Infos finden Sie hier.
    Patientenaufnahme
    Die Patientenaufnahme unserer jeweiligen Klinik ist ein Sekretariat, das die Zimmerbelegung und die Terminvergabe zu Beginn der Rehabilitation koordiniert. In den Patientenaufnahmen können auch aktuelle Wartezeiten pro Fachabteilung und Klinik erfragt sowie Infos zur Reha-Vorbereitung gegeben werden. Wenn Sie Ihren Reha-Termin nicht einhalten können, können Sie mit den Patientenaufnahmen einen besser passenden Termin vereinbaren. Eine tagesgenaue Wunschterminierung ist aber leider meist nicht möglich.
    Auch bei Fragen rund um andere Aufnahmemodalitäten, wie vertragliche Vereinbarungen mit Kostenträgern oder die aktuellen Pflegesätze, kann Ihnen die Patientenaufnahme Ihrer Dr. Becker Wunschklinik weiterhelfen.
    Persönliche Beweggründe
    Wenn Ihre gewünschte Reha-Einrichtung die medizinische Eignung für Ihre Behandlung erfüllt, können Sie von Ihrem Wunsch- und Wahlrecht Gebrauch machen. Neben der medizinischen Eignung der Klinik können Sie dabei auch wichtige persönliche Beweggründe anführen. Hierzu zählen die Lebenssituation (Entfernung zum Wohnort, Alter, Familienstand), religiöse und weltanschauliche Gründe, ein besonderes Therapieangebot, beispielsweise in der Muttersprache, sowie frühere Erkrankungen mit der Wunschklinik. Werden Ihre angeführten Gründe von Ihrem Kostenträger nicht berücksichtigt oder anerkannt, können Sie Widerspruch einlegen und die Gründe verdeutlichen.
    PKV/Private Krankenversicherung
    Private Krankenkassen können Kostenträger für Reha-Maßnahmen für nicht gesetzlich krankenversicherte Patienten/innen sein, wenn auch die Deutsche Rentenversicherung (DRV) nicht leistungspflichtig ist. Während bei einer gesetzlichen Versicherung die Kosten direkt vom Kostenträger übernommen werden, müssen Sie bei einer privaten Rehabilitation zunächst in Vorleistung gehen (Kostenerstattungsprinzip). In den Dr. Becker Kliniken bitten wir unsere Patienten/innen darum, vor Reha-Antritt die Kostenübernahmezusage ihrer privaten Krankenkasse einzuholen und diese mit der medizinischen Reha-Verordnung bei der Patientenaufnahme der Klinik einzureichen. Ist auch eine Beihilfestelle als Kostenträger involviert, sollten Sie auch von dieser eine Kostenübernahmezusage einholen und bei uns einreichen. Nur so können Sie sicherstelle, dass die Kosten von Ihrem/n Kostenträger/n übernommen werden. Zu welchem Anteil die Kosten genau getragen werden, entnehmen Sie bitte Ihren individuellen Versicherungsbedingungen.
    Privat oder gesetzlich?
    Sie fragen uns immer mal wieder, ob die Dr. Becker Kliniken „Privatkliniken“ seien. Dies sind sie nur in dem Sinne, dass sie sich in Privatbesitz befinden und nicht dem Staat oder der Kirche gehören. Wir behandeln aber zum überwiegenden Teil sogenannte „Kassenpatienten/innen“ und rechnen die Behandlung direkt mit den gesetzlichen Kostenträgern ab. Alle Dr. Becker Kliniken haben Versorgungsverträge für gesetzlich Krankenversicherte und Versicherte der Rentenversicherung. Wir behandeln also Patienten/innen der GKV, der RV aber auch Privatversicherte, Beihilfeberechtige und Selbstzahler/innen. Einzig eine Akutaufnahme, also ein Krankenhausaufenthalt per Einweisung, ist ausschließlich nach medizinischer Absprache für Versicherte der PKV mit vorliegender Kostenübernahme sowie für Selbstzahler/innen möglich.
    Rehabilitationsfähigkeit
    Die Rehabilitationsfähigkeit ist die Grundvoraussetzung für die Bewilligug von Reha-Maßnahmen. Wenn Ihr/e Arzt/Ärztin Ihnen Ihre Reha-Fähigkeit bescheinigt, geht er/sie davon aus, dass Sie der Reha-Maßnahme, bezogen auf Ihre Erkrankung, körperlich und mental gewachsen sind. Es dürfen also keine Kontraindikationen vorliegen, die Ihre Reha-Fähigkeit einschränken. Auch ein akuter Infekt oder eine dringend behandlungsbedürftige neue Diagnose, können Ihre Reha-Fähigkeit zu einem konkreten Zeitpunkt einschränken (z. B. ein Herzinfarkt vor/während einer orthopädischen Reha).
    Rehabilitationsprognose
    Ihr/e betreuende/r Haus- oder Facharzt/-ärztin stellt im Befundbericht eine Prognose, ob Ihre gesundheitlichen Ziele in der angestrebten Reha-Maßnahme realistisch erreichbar sind. Voraussetzung hierfür ist die Rehabilitationsfähigkeit des/r Patienten/in. Wenn Sie diese durch den/die behandelnde/n Haus- oder Facharzt/-ärztin bescheinigt bekommen haben, beurteilt ihr/e Arzt/Ärztin, ob die Reha-Maßnahme die gewünschten Veränderungen bewirken kann.
    Rentenversicherungsträger
    Rentenversicherung ist nicht gleich Rentenversicherung. Welcher Träger der Rentenversicherung für Sie und Ihren Rehabilitationsantrag zuständig ist, können Sie Ihrer jährlichen Renteninformation entnehmen. Sollten Sie Ihren Antrag an den falschen Träger der Deutschen Rentenversicherung (DRV) adressiert haben, wird Ihr Antrag intern an die richtige Stelle weitergeleitet. Dies verzögert jedoch die Bearbeitungszeit und somit auch Ihre Wartezeit bis zur Terminzustellung und dem Rehabilitationsbeginn. Mit einem Anruf bei der DRV lässt sich vorab klären, welcher Träger für Sie zuständig ist.
    Selbstzahler
    Als Selbstzahler kommen in der Regel privat Versicherte zu uns. Aufgrund des Kostenerstattungsprinzips tragen Patienten/innen der Privaten Krankenversicherung (PKV) die Kosten der Reha zunächst selbst.
    Generell kann aber jede/r, ob gesetzlich oder privat versichert, der/die keine Kostenzusagen für eine Rehabilitation erhalten hat, eine Reha machen und die Kosten selber tragen. Voraussetzung hierfür ist, dass eine medizinische Notwendigkeit für die Rehabilitation und eine medizinische Passung mit der ausgewählten Klinik vorliegen.
    Stationäre Rehabilitation
    Eine Rehabilitation kann als stationäre oder ambulante Maßnahme durchgeführt werden. Eine stationäre Reha wird meist verordnet, wenn eine ambulante Rehabilitation nicht möglich ist oder zielführend ist. Gründe hierfür können eine fehlende Mobilität des/r Patienten/in, fehlende Angebote in der Wohnortnähe oder die generelle Indikation bzw. individuelle Erkrankung sein. Außerdem wird eine stationäre Reha empfohlen, wenn der/die Patienten/in stark von einem Abstand zu den individuell belastenden Faktoren des Umfeldes profitieren würde. Generell verfolgen die Kostenträger jedoch den Grundsatz, zunächst verschiedene ambulante medizinische Maßnahmen mit dem/der Patienten/in auszuprobieren (s. ambulante Maßnahmen). Als Patient/in durchlaufen Sie aber, von Unterbringung und Verpflegung abgesehen, in einer ambulanten Reha das gleiche therapeutische Programm, wie in einer stationären.
    Teilstationäre Rehabilitation
    Eine teilstationäre Rehabilitation ist eine wohnortnahe Rehabilitationsmaßnahme ohne Übernachtung und Verpflegung, wobei die therapeutischen Inhalte einer stationären Rehabilitation gleichen (ähnlich einer Tagesklinik in der Akutversorgung). Ist eine solche Maßnahme aufgrund einer individuellen und oder medizinischen Situation nicht durchführbar oder zielführend, empfiehlt sich eine stationäre Rehabilitation.
    Terminzustellung
    Nachdem Sie den Bescheid über die Kostenübernahme des Kostenträgers erhalten haben, kann es noch etwa zwei Wochen dauern, bis Ihre Akte unsere Klinik erreicht, von unserem Therapieteam durchgeschaut und über eine Aufnahme bei uns entschieden wurde. Der Reha-Anreisetermin wird mit vielen weiteren Informationen zur bevorstehenden Reha postalisch als offizielle Einladung an Sie versendet.
    Umstellung der Rehaklinik
    Wenn Ihr Kostenträger Sie nicht Ihrer Wunschklinik zuweist, können Sie innerhalb eines Monats bei Ihrem Kostenträger einen Antrag auf Umstellung der Rehaklinik einreichen. Hierbei können Sie sich auf Ihr Wunsch- und Wahlrecht beziehen. Ihr Kostenträger muss dann begründen, weshalb er Ihrem Wunsch- und Wahlrecht nicht gerecht wird. Aus diesem Grund ist eine Umstellung häufig erfolgreich, sofern die Wunschklinik medizinisch geeignet für Ihre Erkrankung ist.
    Versorgungsvertrag
    Der Versorgungsvertrag nach §111 SGB V bildet die gesetzliche Grundlage für die Zusammenarbeit der gesetzlichen Kostenträger mit privaten Rehakliniken.
    Neben diesem bestehen zudem individuelle Belegungsverträge zwischen einigen Kostenträgern und einzelnen Rehakliniken. Diese sind vom allgemeinen Versorgungsvertrag unbedingt zu unterscheiden. Alle Dr. Becker Kliniken besitzen einen Versorgungsvertrag, der für alle gesetzlichen Kostenträger gültig ist. Somit kann das Wunsch- und Wahlrecht für alle Dr. Becker Kliniken bei medizinischer Eignung der Klinik geltend gemacht werden, selbst wenn kein individueller Behandlungsvertrag existiert.
    Warteliste
    In der Regel vergeben wir Reha-Termine nur, wenn alle Unterlagen vollständig vorliegen. Dazu zählen die Kostenübernahmezusage und alle erforderlichen medizinischen Dokumente. Nur so kann die Reha-Maßnahme sinnvoll geplant und sichergestellt werden, dass der/die Patient/in in unserer Klinik gut aufgehoben ist und die Kosten nicht selbst tragen muss. Die Terminvergabe erfolgt durch die Patientenaufnahme und richtet sich nach Akteneingang bzw. vorliegenden Eilanträgen.

    Daher gibt es in den Dr. Becker Kliniken keine Wartelisten für Patienten/inne, die noch keine Zusage für Ihre Wunschklinik von ihrem Kostenträger erhalten haben. Einige der Dr. Becker Kliniken bieten aber „Springerlisten“ für bereits fest zur Klinik zugeteilten Patienten/innen ab. Wenn ein/e eingeplant/e Patient/in seine/ihre Reha bspw. aufgrund von Krankheit nicht antreten kann, rutschen zunächst die Eilanträge vor. Liegen keine Eilanträge vor, können Patienten/innen, die sich für die Springerliste gemeldet haben, den frei gewordenen Reha-Platz antreten. Bitte beachten Sie, dass diese Springer-Plätze nicht allzu oft zur Verfügung stehen und wenn dann kurzfristig innerhalb weniger Tage angetreten werden müssen. Ob Ihre Dr. Becker Klinik ene Springerliste anbietet, erfahren Sie in den zugeschickten Einladungsunterlagen.
    Wartezeit
    Im Antragsverfahren werden verschiedene Phasen durchlaufen, die mit unterschiedlichen Wartezeiten verbunden sind.

    • Von der Antragsstellung bis zu einer Antwort des Kostenträgers dauert es in der Regel einige Wochen. Wenn Sie außergewöhnlich lange auf eine Antwort warten müssen, lohnt sich eine Nachfrage bei Ihrem Kostenträger.
    • Von der Kostenzusage bis zur Terminzustellung durch die Patientenaufnahme dauert es je nach Aktenlage bis zu zwei Wochen.
    • Die Wartezeit bis zum Antritt der Reha ist abhängig von der Belegungssituation der Klinik bzw. Fachabteilung. Informationen darüber kann Ihnen die Patientenaufnahme der Klinik geben.
    Widerspruch
    Sie können Widerspruch erheben, wenn Ihr Reha-Antrag vom Kostenträger abgelehnt wurde. Auch gegen die Zuweisung in eine Rehaklinik, die nicht Ihren Wünschen entspricht (aber medizinisch gleichgut oder besser geeignet ist), können Sie Widerspruch einlegen, indem Sie sich auf das Wunsch- und Wahlrecht berufen. Bei einer Zuzahlungs-Aufforderung für die Genehmigung der Wunschklinik können Sie ebenfalls Widerspruch einlegen, wenn Ihr Kostenträger die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist. Damit der Widerspruch rechtens ist, müssen Sie die Widerspruchsfrist und die Formvorgaben einhalten. Beides finden Sie in der Regel am Ende des Bescheids Ihres Kostenträgers unter dem Punkt „Rechtsbelehrung“. Wenn Sie Ihren Widerspruch durch (neue) medizinische Befunde ergänzen und möglichst konkret auf die Ablehnungsgründe des Kostenträgers eingehen, hat Ihr Widerspruch bessere Chancen auf Erfolg.
    Wunschtermin
    In der Regel teilt die Patientenaufnahme Ihnen den nächstmöglichen Aufnahmetermin mit. Sollten Sie diesen aus wichtigen Gründen nicht wahrnehmen können (z. B. Fortbildung, unaufschiebbarer Gerichtstermin, etc.), können Sie in Einzelfällen mit der Patientenaufnahme einen Ausweichtermin vereinbaren. Aus organisatorischen und medizinischen Gründen kann aber meistens kein genauer Wunschtermin eingehalten werden.
    Wunsch- und Wahlrecht
    Jede/r Rehabilitand/in hat das Recht, sich die Einrichtung für seine/ihre Reha selbst auszusuchen: das Wunsch- und Wahlrecht. Um dieses Recht anwenden zu können, muss Ihre gewünschte Rehabilitationseinrichtung für Ihr individuelles Krankheitsbild medizinisch geeignet sein. Sie können eine Wunschklinik angeben, wenn diese aufgrund von medizinischen Gründen (bspw. besondere Therapieverfahren) oder persönlichen Beweggründen am besten geeignet ist. Die Kostenträger sind dazu verpflichtet, neben anderen Faktoren, auch die Wünsche der Patienten/innen bei der Zuweisung zu einer Reha-Einrichtung zu berücksichtigen. Wird Ihnen dennoch eine andere Klinik zugewiesen, können Sie Widerspruch einlegen.

    Wenn Ihr Kostenträger die Deutsche Rentenversicherung (DRV) ist, kann das Wunsch- und Wahlrecht nur für Kliniken ausgeübt werden, die einen Vertrag (s. Belegungsvertrag) mit der DRV abgeschlossen haben oder regelmäßig durch die DRV belegt werden (s. Versorgungsvertrag). Alle Dr. Becker Kliniken haben Versorgungsverträge mit den gesetzlichen Kostenträgern.

    Mitunter kann es zu Mehrkosten kommen, die Sie tragen müssen, wenn Ihre Wunschklinik genehmigt wird. Ist Ihr Kostenträger die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) sind die Kosten dann zulässig, wenn Sie die Wunschklinik nur aufgrund eines erhöhten persönlichen Komforts gewählt haben. Ist Ihre Wunschklinik medizinisch besser für Ihre Erkrankung geeignet oder können Sie im Rahmen des Wunsch- und Wahlrechts festgelegte persönliche Gründe anführen, sind Zuzahlungen nicht von Ihnen zu leisten. Die, gegebenenfalls, höheren Kosten für Ihre Wunschklinik übernimmt in diesem Fall Ihr Kostenträger.
    Zuzahlung (10 Euro Eigenbeteiligung sowie für die Wunschklinik)
    Jede/r gesetzlich Versicherte muss eine Zuzahlung zur Rehabilitation von 10€/Tag leisten. Dies gilt für maximal 28 Tag im Jahr. In Ausnahmefällen können Sie von dieser Abgabe befreit werden (Informationen hierzu erteilt Ihr Kostenträger). Das Geld erhält der Kostenträger, nicht der Klinikbetreiber.

    Davon zu unterscheiden sind Zuzahlungsaufforderungen. Diese könne dadurch entstehen, dass Ihre Wunschklinik (die Sie im Rahmen des Wunsch- und Wahlrechts angegeben und bewilligt bekommen haben) teuer ist, als die Rehaklinik, die Ihnen Ihr Kostenträger zugewiesen hat Zuzahlungsaufforderungen an Sie durch den Kostenträger sind nur dann gerechtfertigt, wenn die Vorzüge der Wunschklinik nicht medizinisch für Sie relevant sind oder wichtige persönliche Gründe erfüllt werden, sondern lediglich den persönlichen Komfort erhöhen. Dies gilt aber nur, wenn Ihr Kostenträger die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist. Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) fordert keine solchen Zuzahlungen ein.

    Wenn Sie während Ihrer Reha Freizeit- und Komfortangebote nutzen (z.B. WLAN-Nutzung, Ausflüge, Hunde-Mitnahme), müssen Sie diese Kosten selbst tragen. Diese Kosten werden daher auch direkt zwischen dem/der Patienten/in und er Rehaklinik abgerechnet.
  • Was Patienten über Reha wissen sollten
    Was Patienten über Reha wissen sollten