• Reha wirkt!

    Der Heilungsprozess beginnt oft erst mit dem Aufenthalt in einer Rehaklinik.

     
    Reha wirkt
    Für viele Patienten beginnt der Heilungsprozess ihrer Krankheit erst mit dem Aufenthalt in einer Rehaklinik. Hier haben sie die Zeit sich mit dem – häufig überraschend eingetretenen – Akutereignis auseinanderzusetzen und die Krankheitsbewältigung anzugehen. Der gestürzte Motorradfahrer lernt hier nach seiner OP durch gezielte Bewegungsübungen wieder zu laufen. Schlaganfall-Patienten trainieren in Rehakliniken solange mit den Logopäden das Sprechen, bis sie wieder am Alltag partizipieren können. Patienten, die ein Burn-Out aus dem Leben gerissen hat, lernen hier den Erschöpfungsprozess zu verstehen und zukünftig sorgsamer auf sich achten.

    Die Wirksamkeit stationärer Rehamaßnahmen ist mittlerweile wissenschaftlich gut dokumentiert. Nachstehend haben wir für Sie einige der wichtigsten Studien zusammengefasst.
    Zur Effektivität der stationären Suchtrehabilitation: Missel et al. (2010)
    Missel et al. (2010) untersuchen in einem Vorher-Nachher-Vergleich, ob die stationäre Suchtrehabilitation zu einer Erhöhung der Abstinenzquote führt. Sie betrachten dabei 10.983 Suchtpatienten aus 18 Fachkliniken für alkohol- und medikamentenabhängige Patienten des Jahres 2007. Für 6.461 Suchtpatienten (59%) liegt die Nachbefragung ein Jahr nach der Behandlung vor.
     
    • Während die Autoren in einem konservativen Szenario alle Nicht-Antworter als rückfällig werten, berücksichtigen sie in einem optimistischen Szenario nur Suchtpatienten, für die die 1-Jahres-Nachbefragung vorliegt. Ein Jahr nach dem stationären Reha-Aufenthalt waren 42% (konservative Berechnung) bzw. 72% (optimistische Berechnung) abstinent. Davon hatten 8% bzw. 13% einen oder mehrere Rückfälle, waren aber zum Befragungszeitpunkt mindestens drei Monate abstinent. Der Vorher-Nachher-Vergleich zeigt, dass die Entwöhnungsmaßnahmen erfolgreich waren.
       
    Wirksamkeit von Rehabilitationsmaßnahmen bei pulmonaler Hypertonie: Grünig (2010)
    Repräsentativ für viele Evaluationsstudien in der Rehabilitationsforschung wird im Folgenden Grünig (2010) vorgestellt. Er befasst sich mit Studien, die die Behandlung von pulmonaler Hypertonie (PH) zum Gegenstand haben. Sie beschäftigen sich mit dem ergänzenden Effekt von körperlichem und mentalem Training bei schwerer PH.
     
    • Es wurde versucht, eine an Therapiezielen orientierte Rehabilitation zu entwickeln, bei der die Zielparameter vor und nach drei Wochen stationärer Rehabilitation sowie 15 Wochen nach Fortführung des Programms zu Hause untersucht wurden. In der ersten von Grünig herangezogenen prospektiven, kontrollierten Studie (Mereles et al. 2006, Klein et al. 2008) wurden 30 Patienten mit medikamentös stabil eingestellter PH in zwei Gruppen randomisiert. Die erste Gruppe (n=15) nahm an einer Rehabilitation ohne körperliches Training teil, die zweite (n=15) erhielt eine spezifische Atem- und Bewegungstherapie, die zu Hause fortgeführt wurde. In einer weiteren prospektiven Studie wurde bei 58 PH-Patienten, die das Training kontinuierlich fortführten, der klinische Verlauf der Erkrankung über 24±12 Monate analysiert. Die letzte Studie analysierte bei 249 Patienten die Sicherheit und Effizienz der Rehabilitation.

      Die Ergebnisse hinsichtlich der Wirkung der Rehabilitation waren jeweils positiv. Alle drei Studien ergaben eine signifikante Verbesserung der 6-Minuten-Gehstrecke, der Lebensqualität, der Sauerstoffaufnahme, der WHO-Klasse und der körperlichen Belastbarkeit nach 15 Wochen Training. Die Überlebensrate nach ein und zwei Jahren war mit 100% bzw. 95% deutlich besser als die der Kontrollgruppe. Grünig schließt daraus, dass kombiniertes körperliches und mentales Training als Ergänzung der medikamentösen Therapie die körperliche Belastbarkeit und die Lebensqualität verbessern könne (Galiè 2009a und b).
       
    Projektbericht Techniker Krankenkasse: EVA-Reha® in der stationären neurologischen Rehabilitation
    Auch die Kostenträger wie z.B. die Krankenkassen haben ein originäres Interesse daran, die Wirksamkeit von Rehamaßnahmen transparent zu überprüfen. So hat zum Beispiel die Techniker Krankenkasse EVA-REHA®, eine softwaregestützte Lösung zur prozess- und ergebnisorientierten Qualitätssicherung in der Rehabilitation, entwickelt.
     
    • Die Ergebnisse werden für jeden Rehabilitanden gemessen und können einrichtungsbezogen ausgewertet werden. Ziel des TK Qualitätsprojektes ist es, in Zusammenarbeit mit den kooperierenden Kliniken eine qualitätsorientierte neurologische Rehabilitation weiter zu entwickeln und Ergebnisse für die Einrichtungen und den Rehabilitationsträger transparent darzustellen. „Sehr gute Rehaeffekte“ konnten so zum Beispiel im Auswertungsbericht 2010/2011 dem Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen bescheinigt werden.
       
    Zur Wirksamkeit der stationären Rehabilitation bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen
    Jäckel et al. (1990) kommt in seiner Vergleichsstudie zu dem Ergebnis, dass stationäre Rehabilitationsmaßnahmen bei chronischen Rückenschmerzen in der kurzen Frist zu einer signifikanten Verbesserung der Lebenssituation führen.
    • In der Rheumaklinik Bad Wurzach wurden Patienten, die auf der fünfmonatigen Warteliste standen, per Zufallsziehung in zwei gleich große Gruppen eingeteilt. Die Behandlungsgruppe wurde bereits nach vier Monaten in Form von Krankengymnastik, physikalischer Therapie, psychologischer Betreuung und Rückenschulung behandelt. Die anderen Patienten erfuhren die gleiche Behandlung hingegen erst nach sechs Monaten. Die Zielgrößen Mobilität, körperliche Aktivität, Aktivitäten im Alltag, Schmerz, Depressivität und Ängstlichkeit wurden vier und fünf Monate nach der Patientenaufnahme erhoben.

      Während vor der Intervention keine signifikanten Gruppenunterschiede in den Erfolgsgrößen bestanden, konnte bei der Behandlungsgruppe eine signifikante Abnahme des Schmerzes, der Ängstlichkeit und der Depressivität festgestellt werden.
      Bei der Kontrollgruppe veränderten sich diese Größen nicht. Bei der Mobilität, körperlichen Aktivität und Aktivität im täglichen Leben verhielten sich die Gruppen genau entgegengesetzt: Negative Veränderungen konnten nur in der Kontrollgruppe festgestellt werden.
    Überdurchschnittliche Rehaeffekte im NZN
    Dieses Ergebnis bescheinigte die Techniker Krankenkasse dem Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen (NZN) in ihrem aktuellen Auswertungsbericht des Qualitätsprojekts EVA-Reha ® 2010/2011. Verglichen wurde das NZN mit fünf weiteren Rehabilitationskliniken
    Köln / Bad Essen, Februar 2012
    Themenwoche: Die therapeutische Beziehung, ...
    .. die Krankheitseinsicht und die Compliance Hirngeschädigter in der post-akuten Rehabilitation sowie der Zusammenhang mit dem Rehabilitationserfolg
    Dissertation von Michael Schönberger, Dipl.-Psych. Ph.D
    Akademischer Rat, Universität Freiburg, Institut für Psychologie, Abteilung Rehabilitationspsychologie und Psychotherapie

    Über die wirtschaftliche Effektivität von Rehamaßnahmen gibt das nachstehende Kapitel "Reha spart" Auskunft.
  • Schwierigkeiten beim Reha-Antrag?
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    DR. BECKER UNTERNEHMENSGRUPPE - WIR ÜBER UNS
    Rückkehr in den Beruf nach Krankheit/Unfall
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