• Unser Patienten erzählen von Ihrer MBOR

    Wir von der Dr. Becker Klinikgruppe stellen Ihnen Patienten vor, die eine MBOR (medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation) erfolgreich genutzt haben!

     
    Psychosomatik (stationäre MBOR)
    Patientengeschichte MBOR Psychosomatik

    „Jetzt kann ich dem Personalchef wieder in die Augen schauen!“

    Medizinisch-berufliche Rehabilitation in den psychosomatischen Dr. Becker Kliniken




    Eigentlich hat Maria F. ihre Arbeit immer gern gemacht: Seit 25 Jahren ist sie Stationsschwester in einem Thüringer Krankenhaus – bis zu dem Tag, an dem sie einfach nicht mehr kann.

    „Sie haben Ihre Station nicht im Griff“


    Als die 48-Jährige nichtsahnend aus ihrem Urlaub zurückkehrt, wird sie mit einer Abmahnung ihres Vorgesetzten konfrontiert. Eine Kollegin hat in ihrer Abwesenheit Medikamente aus dem Krankenhaus gestohlen. „Sie haben Ihre Station nicht richtig im Griff“, lautet der Vorwurf ihres Vorgesetzten, der Maria F. in tiefe Selbstzweifel stürzt.
    • Wenn sie sich jetzt nur einen Fehler erlaubt, so fürchtet sie, droht ihr die Kündigung. Dieser Gedanke lähmt sie so sehr, dass ihre Arbeitsleistung nachlässt. Ihren Aufgaben fühlt sie sich nicht mehr gewachsen. Morgens kommt Maria F. kaum mehr aus dem Bett und nachts kann sie nicht einschlafen. Immer häufiger rutscht sie in ein Stimmungstief, fühlt sich antriebslos und minderwertig. Irgendwann weiß Maria F. nicht mehr weiter, ihre Kräfte reichen nicht mehr. Sie lässt sich für ein ganzes Jahr krankschreiben. Nach einigen Wochen rät ihr der Hausarzt zu einer psychosomatischen Rehabilitation. Maria F. entscheidet sich für die Dr. Becker Burg-Klinik. Die Rehaeinrichtung bietet gezielte Maßnahmen für Menschen mit besonderer beruflicher Problemlage. Für Maria, die einen Weg zurück in die Erwerbstätigkeit finden will, scheint es das Richtige.

      Berufliche Konflikte meistern: das MBOR-Therapieprogramm


      Zusammen mit ihrem Arzt reicht sie einen Rehaantrag bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) ein und erhält schon bald darauf den positiven Bescheid. Noch in derselben Woche fährt sie in die Dr. Becker Burg-Klinik zur medizinisch-beruflichen Rehabilitation (MBOR). Nach einer umfassenden Eingangsuntersuchung ist klar, dass sie eine MBOR der Stufe B erhalten wird. Die Stationsschwester leidet an einer schweren Depression mit besonderer beruflicher Problemlage (BBPL). Ihre Ärzte und Therapeuten stellen fest, dass sie große Probleme im Umgang mit Auseinandersetzungen und Konflikten hat, die sie im Arbeitsalltag einschränken. Ihr geringer Selbstwert hindert Maria F. daran, ihre Fähigkeiten im Beruf voll auszuleben. Hier besteht besonderer Trainingsbedarf.

      In Absprache mit ihrem Bezugstherapeuten erhält Maria F. einen individuellen Therapieplan, der neben den Basismaßnahmen einer Reha auch besondere berufsorientierte Maßnahmen umfasst. Das Angebot setzt sich zusammen aus einem Entspannungsverfahren (autogenes Training), Ergotherapie, Bewegungstherapie (Nordic Walking) sowie psychotherapeutischer Einzel- und Gruppentherapien. Als Gruppenangebot wählt Maria F. ein Depressionsbewältigungsseminar, in dem sie sich gemeinsam mit anderen Betroffenen über die Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten ihrer Erkrankung informiert. Zusätzlich entscheidet sie sich auf Rat ihres Therapeuten für eine verhaltenstherapeutische Gesprächsgruppe zu arbeitsbezogenen Themen und für ein Training zur Stärkung sozialer Kompetenzen. Hier lernt sie mithilfe von Rollenspielen selbstbewusster aufzutreten und sich für ihre Interessen einzusetzen. Die Sozial- und Rechtsberatung hilft ihr dabei, auch vor ihrem Vorgesetzten für ihre Rechte einzustehen und Maria F. kann veranlassen, dass ihre Abmahnung aus der Personalakte gestrichen wird.

      Mit neuem Selbstbewusstsein zurück in den alten Beruf


      Heute arbeitet Maria F. wieder als Stationsschwester in dem Thüringer Krankenhaus. Vor der Reha hätte sie sich das nicht vorstellen können: Zu sehr schämte sie sich für ihre Abmahnung und zu groß war ihre Angst davor, Fehler zu machen. Mithilfe der Reha und der Unterstützung durch den Sozialdienst ist es ihr gelungen, sich schrittweise wieder in ihre Arbeit einzufinden. Maria arbeitet zunächst nur für einige Stunden pro Tag bis sie nach zwei Wochen ihr altes Arbeitspensum wieder aufnehmen kann – mit neuem Selbstbewusstsein. Zusätzlichen Halt gibt Maria F. ihre Teilnahme an einer Gruppentherapie im Rahmen des Reha Nachsorge-Programms IRENA .Jetzt ist die Stationsschwester endlich dazu in der Lage, ihren Ärger auf den Vorgesetzten und die unverdiente Abmahnung auszudrücken. Sie weiß nun, dass sie 25 Jahre gute Arbeit geleistet hat und ist stolz darauf, auch wenn sie mal einen Fehler machen sollte. „Ich kann dem Personalchef wieder in die Augen schauen – und zwar auf Augenhöhe“, freut sich Maria über ihr gestärktes Selbstwertgefühl. Im Rückblick, sagt die 48-Jährige, habe sie insbesondere von den Gruppenangeboten mit anderen Betroffenen und der Sozialberatung profitiert. „Ich habe mich in der in der Reha als Person wertgeschätzt gefühlt und habe gelernt, meine Wünsche und Bedürfnisse zu äußern. Genau das will ich jetzt auch am Arbeitsplatz leben.
    Psychosomatik (ambulante MBOR)
    MBOR Dr. Becker Patientengeschichte Psychosomatik ambulant

    „Ich bin jetzt viel optimistischer, was meine berufliche Zukunft angeht.“

    Ambulante medizinisch-berufliche Rehabilitation im Zentrum für seelische Gesundheit Bremen



    Seit 20 Jahren arbeitet Uwe K. schon als Busfahrer. In seinem Beruf hat er bisher nie Probleme gehabt und sein Vorgesetzter zeigte sich mit seiner Arbeit zufrieden. Doch irgendwann entwickelt der 48-Jährige Rückenschmerzen, die erst schleichend, dann immer häufiger und intensiver auftreten. Manchmal sind die Schmerzen so stark, dass ihm übel ist. Das lange Sitzen im Bus wird ihm zur Tortur.

    "Ich konnte mir meine Rückenschmerzen nicht erklären."


    Die ständigen Wechselschichten, die langen Touren und die Nachtarbeit stressen ihn. Am liebsten würde der Bremer nur noch im Bett liegen bleiben. Er verliert seinen Antrieb, ist ständig müde.
    • Auch privat vernachlässigt er seine Interessen und mit seiner Frau gerät er immer häufiger aneinander. Das Einzige, was Uwe K. noch Halt gibt, ist sein Engagement im Sportverein seines Sohnes. Doch auch das kann seine beruflichen Sorgen nicht vertreiben. Uwe K. weiß nicht mehr weiter und sucht einen Arzt auf. Dieser vermutet, dass die Rückenschmerzen des Busfahrers ein Symptom psychischer Belastungen sind und beantragt eine psychosomatische Rehabilitation bei der Deutschen Rentenversicherung. Da Uwe K. seinen Familienalltag selbständig strukturieren und sich weiterhin für den Sportverein seines Sohns engagieren will, entscheidet er sich für eine ambulante Rehabilitation im Zentrum für seelische Gesundheit Bremen. Hier kann er im Rahmen einer medizinisch-beruflichen psychosomatischen Rehabilitation (MBOR) sowohl seine gesundheitlichen als auch seine beruflichen Probleme zielgerichtet angehen.

      „Ich weiß noch gar nicht, was mich hier erwartet“


      Nachdem Uwe K. den positiven Bescheid der Rentenversicherung erhalten hat, tritt er die Reha mit gemischten Gefühlen an: „Ich weiß noch gar nicht, was mich hier erwartet. Rehabilitation ist mir zwar kein Fremdwort, aber ich dachte nie, dass ich mal eine in Anspruch nehmen würde“, so der 48-Jährige. Doch seine Bedenken sind schnell verflogen als Uwe K. merkt, dass er mit seinen Problemen ernst genommen wird. Die Ärzte und Therapeuten der Klinik nehmen sich schon zu Beginn der Reha viel Zeit für ihn. In der eingänglichen testpsychologischen Untersuchung stellen sie bei ihm eine „besondere berufliche Problemlage“ (BBPL) fest. Neben den Basismaßnahmen einer medizinisch-beruflichen Rehabilitation erhält Uwe K. deshalb MBOR-Kernmaßnahmen sowie spezifische MBOR-Angebote. Im sogenannten INN-Assessment befragen ihn die Ärzte und Therapeuten zu seinem berufsbiographischen Hintergrund. So können sie gezielt herausfinden, welche Anforderungen und Belastungen sein Beruf mit sich bringt und wo die Stärken des 48-Jährigen liegen. Außerdem testen sie anhand einer Belastbarkeitsprüfung, wie sich sein Gesundheitszustand auf den Beruf und dessen besondere Anforderungen auswirkt. Schnell erkennen sie, dass Uwe K. deutliche Symptome einer Depression zeigt und sich seine schweren beruflichen Existenzängste auch auf den Köper auswirken, z. B. in Form von Rückenschmerzen.

      An seinen individuellen Therapieplan gewöhnt sich Uwe K. rasch: „Die feste Tagesstruktur und die vielen verschiedenen Therapien tun mir gut: Sie helfen mir dabei, zu entspannen und wieder zu mir selbst zu finden. Und auch die Gruppenangebote mit anderen Betroffenen sind hilfreich. Sie zeigen mir, dass ich mit meinen Problemen nicht allein dastehe“, so der 48-Jährige. Das ganzheitliche Konzept aus Sport- und Bewegungstherapien wie Nordic Walking und die Arbeit am Speckstein in der Kreativtherapie helfen Uwe K. dabei, abzuschalten und ausgeglichener zu werden. In den psychotherapeutischen Gruppen- und Einzelgesprächen entwickelt er schon bald Strategien, um besser mit seinen beruflichen und privaten Problemen umzugehen. Und die Schulungen zu Themen wie „Gesund in Arbeit und Alltag“ oder „Stressbewältigung“ helfen ihm dabei, sich selbst und seine Erkrankung besser zu verstehen. Mit dem Sozialdienst bespricht Uwe K., dass er gerne eine neue berufliche Herausforderung annehmen möchte und stellt einen Antrag auf „Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben“. Mithilfe von Umschulungs- oder Qualifizierungsmaßnahmen will er gezielt eine neue Berufsperspektive für sich erschließen,denn als Busfahrer in seinem ehemaligen Unternehmen kann er wegen der vielen Überstunden, der Nachtarbeit, der Wechselschichten und der körperlichen Belastungen nicht mehr tätig sein.

      Mit dem wachsenden Verständnis für seine Erkrankung und der beruflichen Neuorientierung bessern sich auch die Beschwerden des 48-Jährigen. „Ich bin jetzt viel optimistischer, was meine berufliche Zukunft angeht“, freut sich Uwe K nach seiner fünfwöchigen Rehabilitation.
    Orthopädie
    Patientengeschichte MBOR Orthopädie

    Endlich wieder fit für den Beruf!

    Medizinisch-berufliche Rehabilitation in den orthopädischen Dr. Becker Kliniken





    Seit 5 Jahren arbeitet Angelika V. als Altenpflegerin in einem ambulanten Pflegeservice. Als alleinlebende Frau mit zwei erwachsenen Kindern ist sie auf die regelmäßigen Einkünfte angewiesen. Und eigentlich fühlt sie sich in ihrem Beruf auch wohl, doch ihre Wirbelsäule bereitet ihr zunehmend Probleme.

    „Jedes Heben, Bücken oder Stemmen tat mir weh“


    Seit 5 Jahren arbeitet Angelika V. als Altenpflegerin in einem ambulanten Pflegeservice. Als alleinlebende Frau mit zwei erwachsenen Kindern ist sie auf die regelmäßigen Einkünfte angewiesen. Und eigentlich fühlt sie sich in ihrem Beruf auch wohl, doch ihre Wirbelsäule bereitet ihr zunehmend Probleme.
    • Schon seit Jahren nimmt die 55-Jährige Schmerzmittel gegen ihre Beschwerden. Ihre Arbeit könnte sie ohne die Medikamente gar nicht mehr leisten. Doch irgendwann lässt die Wirkung nach und ihre Schmerzen werden stärker. Jedes Heben, Bücken oder Stemmen tut ihr weh. Für die Altenpflegerin ist das ein großes Problem, denn in ihrem Job steht körperliche Anstrengung auf der Tagesordnung. Mit unerträglichen Schmerzen lässt sich Angelika V. für eine Woche krankschreiben. Für ihren Hausarzt ist schnell klar, dass das auf Dauer nicht die Lösung ist. Er empfiehlt der 55-Jährigen eine orthopädische Reha. Angelika V. entscheidet sich für eine Rehamaßnahme in der Dr. Becker Klinik Norddeich.

      Schon bald erhält sie eine Zusage ihrer Rentenversicherung und einen Termin für ihre Reha. Über den Web-Check-in der Klinik kann sie bereits vor ihrer Anreise wichtige Angaben zu ihrer Krankheitsgeschichte und ihren berufsbezogenen Problemen machen. Mithilfe des sogenannten „Work-Ability Index“ und des „Würzburger Screening“ stellen die Ärzte schnell fest, dass bei Angelika V. eine „besondere berufliche Problemlage“ (BBPL) besteht: Ihre gesundheitlichen Beschwerden wirken sich so stark auf ihre Leistungsfähigkeit im Beruf aus, dass sie den Anforderungen dort kaum noch gerecht werden kann. Über die Standardmaßnahmen einer medizinisch-beruflichen Reha hinaus (MBOR-Basisangebot) erhält sie deshalb zusätzliche berufsorientierte Therapien, sogenannte MBOR-Kernmaßnahmen. Neben den medizinischen Leistungen aus Entspannungstrainings, Ergo-, Physio-, Sport- und Bewegungstherapie stehen verschiedene arbeitsbezogene Trainings auf ihrem Rehaplan. Hier trainiert sie speziell die Bewegungsabläufe und Strategien, die für ihren Beruf als Altenpflegerin relevant sind.

      Die Zweifel sind schnell verflogen


      Vor ihrem ersten Termin mit dem Psychologen ist Angelika V. skeptisch: „Ich leide doch nicht unter psychischen Problemen“, denkt sie sich. Doch schnell sind ihre Zweifel verflogen. Der Psychologe erklärt ihr, dass Rückenschmerzen häufig mit Stress zusammenhängen. Anhand eines Fragebogens zu ihren arbeitsbezogenen Erlebnis- und Verhaltensmustern besprechen die beiden, wie Angelika V. ihren Stress besser bewältigen kann. Anschließend hat sie einen Termin zur „EFL-Eingangstestung“ (Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit). Gemeinsam mit einem Physiotherapeuten führt Angelika V. verschiedene Belastungssituationen durch, die für ihren Arbeitsalltag relevant sind – zum Beispiel stehen, sitzen, schieben, ziehen oder Gewichte heben. Je schwerer die Gewichte werden, desto stärker sind auch die Schmerzen der 55-Jährigen. Das, so stellt der Therapeut fest, liege einerseits an der Hebetechnik, aber auch daran, dass ihr Körper im Alltag keine Chance hat sich an die Belastung zu gewöhnen. Hier kann ein gut gesteuertes Training helfen.

      In der arbeitsbezogenen Physio- und Ergotherapie arbeitet Angelika V. mit Gewichten, die unter der Arbeitsbelastung liegen, aber dennoch anstrengend sind. So erfährt ihr Körper einen Trainingsreiz, ohne überfordert zu werden. Außerdem übt die Altenpflegerin mit Unterstützung der Therapeuten verschiedene Bewegungsabläufe und Haltungen, die für ihre Arbeit wichtig sind. In der Reha lernt sie, wie sie ihre Technik verbessern und ihren Rücken dadurch entlasten kann. In Vorträgen wie „Arbeit und Gesundheit“ erfährt sie zum Beispiel, wie sich ihr Arbeitsalltag ergonomisch gestalten lässt. Außerdem lernt sie, ihre Symptome besser zu deuten. So kann sie zum Beispiel ihre Grenzen bei Belastung mittlerweile viel besser einschätzen und weiß, wann sie vorsichtig sein muss.

      „Seit der Reha habe ich das Gefühl, etwas an meiner Situation ändern zu können. Ich bin jetzt fitter und fühle mich nicht mehr so hilflos – ich weiß, was ich gezielt für mich tun kann“, stellt Angelika V. nach ihrer Reha fest. Regelmäßig geht die Altenpflegerin jetzt z. B. auf Empfehlung ihres Arztes zum Rehasport. Im „EFL-Ausgangstest“, den sie zum Abschluss der Reha macht, zeigt sich, dass sie ihre Leistungsfähigkeit deutlich verbessert hat. Sie kann nun deutlich schwerere Gewichte mit weniger Schmerzen heben. Ihrer Arbeit als Altenpflegerin kann Angelika V. wieder nachgehen, ohne auf Medikamente zurückzugreifen. Und die Schmerzen hat sie dank ihrer medizinisch-beruflich orientierten Reha in den Griff bekommen.
    Neurologie
    MBOR Dr. Becker Patientengeschichte Neurologie

    „Ich kann mit meiner chronischen Erkrankung leben – nur eben anders.“

    Medizinisch-berufliche Rehabilitation in den neurologischen Dr. Becker Kliniken




    Für Lena D. kommt der Einbruch unerwartet: Die 27-Jährige lebt seit acht Jahren mit ihrer MS-Erkrankung und hat seit langem keine Symptome mehr gespürt. Doch dann tritt ein massiver Krankheitsschub auf.

    „Plötzlich funktioniere ich nicht mehr so wie erwartet“


    Seit drei Jahren ist Lena D. für eine Versicherungsfirma in Nürnberg tätig. Ihre Freizeit verbringt die 27-Jährige am liebsten mit ihrer Tochter Fey (6 Jahre). Mit ihrer Arbeit als Büroangestellte ist die ambitionierte junge Frau sehr zufrieden. Doch irgendwann fällt ihr auf, dass ihre Konzentration nachlässt.
    • Lena D. ist ständig müde, obwohl sie ausreichend schläft. Mit ihren Arbeitsaufgaben kommt sie deshalb nur noch langsam voran und ihre „To-do-Liste“ wird immer länger, was sie zusätzlich stresst. Hinzu kommt, dass ihre Sehschärfe nachlässt und sie häufig nur noch verschwommen sieht, als hätte sie einen Schleier vor den Augen. Das Lesen am Bildschirm fällt ihr zunehmend schwer. Als dann auch noch ihre rechte Hand taub wird und sie Probleme bei der Bedienung von Maus und Tastatur bekommt, sucht die junge Frau einen Arzt auf. Der erkennt das Fatigue-Syndrom, die Seh- und Sensibilitätsstörung als einen neuen MS-Schub und empfiehlt ihr eine neurologische Rehabilitation. Lena D. ist am Ende ihrer Kräfte – sie funktioniert einfach nicht mehr so, wie sie es von sich erwartet. Verzweifelt entscheidet sie sich für eine Rehabilitation in der Dr. Becker Kiliani-Klinik, obwohl sie nicht glaubt, dass ihr dort geholfen werden kann.

      Den richtigen Weg finden: MBOR-Therapie in der Dr. Becker Klinik


      Schneller als gedacht erhält Lena D. den positiven Bescheid ihrer Rentenversicherung und fährt einige Tage später zur medizinisch-beruflichen Rehabilitation (MBOR) nach Bad Windsheim. Nach einer umfassenden Untersuchung durch die Ärzte und Therapeuten der Dr. Becker Kiliani-Klinik ist klar, dass sie eine MBOR der Stufe 2 (Link zu MBOR-Kernmaßnahmen) erhalten wird. In Absprache mit einem Arzt erhält Lena D. einen individuellen Therapieplan, der neben den Basismaßnahmen einer Reha auch besondere berufsorientierte Maßnahmen umfasst. Das Angebot setzt sich zusammen aus Ergo-, Physio- und Psychotherapie und einer sozialrechtlichen Beratung. Besonders intensiv nutzt die junge MS-Patientin das neuropsychologische Angebot der Klinik und verbessert mit verschiedenen kognitiven Trainings ihre Konzentrationsfähigkeit. In der Ergotherapie trainiert sie die Feinmotorik ihrer rechten Hand und nimmt an einer „Tastaturgruppe“ teil. Hier übt die Büroangestellte gezielt die Bedienung von Maus und Tastatur. Als Gruppenangebot wählt sie eine Gesprächsgruppe mit anderen Betroffenen: „Leben mit chronischen Erkrankungen“. Im Austausch mit anderen MS-Erkrankten über deren Arbeitssituation merkt Lena D., dass es ihr eigentlich gar nicht so schlecht geht und sie ihre Arbeit nicht aufgeben muss. „Es gibt auch andere Lebensmodelle, die funktionieren“, stellt sie erleichtert fest.

      Nach fünf Wochen erfolgreicher Reha entscheidet sich Lena D. dafür, ihren Beruf als Teilzeitkraft wieder aufzunehmen. Mit Maus und Tastatur kann sie dank der Ergotherapie und der Tastaturgruppe wieder umgehen, ihre Feinmotorik funktioniert gut. Auch ihre mentale Reaktionszeit konnte sie mit dem Hirnleistungstraining während der Reha wieder verbessern. Künftig wird sie außerdem im Rahmen des IRENA-Programms weiterhin an einer kognitiven Trainingsgruppe in Nürnberg teilnehmen. Den Kontakt zu Mitpatienten und anderen MS-Betroffenen behält sie bei. „In der Klinik habe ich Menschen kennengelernt, denen es ähnlich geht wie mir. Das hat mir sehr geholfen“, stellt sie fest. Um mit ihrer Erkrankung umzugehen, hat Lena D. verschiedene Strategien erlernt. Wenn ihre Konzentration bei der Arbeit nachlässt, gönnt sie sich jetzt eine Pause oder macht einen Spaziergang. Sie zwingt sich nicht mehr wie früher dazu, dieselbe Leistung zu erbringen wie ihre gesunden Kollegen. „Ich habe gelernt Rücksicht auf mich zu nehmen und mich nicht mehr zu überfordern“, freut sie sich. „Es ist mir nicht mehr unangenehm, um Hilfe zu bitte oder Hilfe anzunehmen. Mit meiner chronischen Erkrankung kann ich gut leben – nur eben anders als andere“.