Gesetzlicher Anspruch

Informationen zum Recht auf Reha

IHR ANSPRUCH AUF REHA
 
  • IHR ANSPRUCH AUF EINE REHA

    Erfahren Sie mehr zu den gesetzlichen Grundlagen!

     
    Rechtliche Grundlage für eine Reha
    Als Sozialversicherter haben Sie ein Recht auf Rehabilitation! In den letzten Jahren sind Ihre Rechte auch auf Initiative des Gesetzgebers erheblich gestärkt worden; zuletzt beispielsweise durch Inkrafttreten der Gesundheitsreform 2007, in welcher die Rehabilitation zu einer Pflichtleistung der Krankenkassen geworden ist (vgl. § 20 Abs. 2 SGB V).


    • Grundsätzlich gilt: Wer sozialversichert ist, hat nach § 4 SGB I (Sozialgesetzbuch) ein Recht auf die notwendigen Maßnahmen zur Erhaltung, Besserung und Wiederherstellung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit. So ist Rehabilitation grundsätzlich bei allen Krankheiten und Behinderungen möglich, wenn sie Aussicht auf Erfolg hat. Sie kann für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im erwerbsfähigen Alter sowie Senioren in Frage kommen.

      Sie haben beispielsweise Anspruch auf Rehabilitation, wenn Sie an chronischen Erkrankungen oder Auswirkungen einer schweren Krankheit leiden oder aber durch Ihre Krankheit die Erwerbsfähigkeit gefährdet oder gemindert ist. Auch wenn Sie trotz einer intensiven ambulanten Behandlung anhaltende psychische oder physische Beschwerden – wie beispielsweise Burnout, Depressionen, Rückenschmerzen oder Tinnitus – haben, kann eine Rehabilitation beantragt werden.

      Der traditionelle Begriff "Kur" wird in der neuen Sozialgesetzgebung übrigens nicht mehr verwendet.
    Recht auf Widerspruch
    Nach sozialmedizinischer Begutachtung und versicherungsrechtlicher Prüfung Ihres Antrages erhalten Sie einen Bescheid des Kostenträgers. Bei Ablehnung haben Sie die Möglichkeit, innerhalb eines Monats schriftlich zu widersprechen. Oftmals wird nach einem Widerspruch die Rehabilitation genehmigt – zögern Sie also nicht, Ihr Widerspruchsrecht auszuüben.


    • Idealerweise ergänzen Sie Ihren Widerspruch gegen die Reha-Ablehnung um eine Stellungnahme Ihres behandelnden Arztes, in der noch einmal die medizinische Notwendigkeit der Reha-Maßnahme begründet wird.

      Ein Vorlage für einen Widerspruch finden Sie hier in unserem Downloadbereich.
    Widerspruch, falls Ihrem Wunsch nicht entsprochen wird
    Gleiches gilt für den Fall, dass Sie mit der vorgeschlagenen Einrichtung nicht einverstanden sind. Fordern Sie den Kostenträger kurzfristig auf, Ihrem Klinikwunsch zu entsprechen. Insbesondere, wenn Sie Ihren Antrag auf Behandlung in Ihrer Wunschklinik gut begründet haben, sollte der Kostenträger Ihrem Wunsch auch entsprechen.


    • Achten Sie darauf, dass Ihr Antrag auf Wunsch- und Wahlrecht mittels eines separaten Antrags (Vordrucke finden sie hier) ausgeübt wird. Dieser ist vom Kostenträger auch separat und (sofern er abgelehnt wird) dezidiert begründet abzulehnen. Bestehen Sie bei einer Ablehnung auf einen schriftlichen, rechtsmittelfähigen Bescheid.

      Ein Vorlage für einen Widerspruch bei Forderung einer Zuzahlung für Ihre Wunschklinik finden Sie hier in unserem Downloadbereich.
    Klage bei einer Reha-Ablehnung
    Sie haben die Möglichkeit vor dem Sozialgericht gegen die Ablehnung Ihrer Reha zu klagen, falls der Kostenträger den Reha-Antrag erneut ablehnt. Ihre Klage muss innerhalb eines Monats nach Erhalt des ablehnenden Bescheids beim Gericht eingehen. Erkundigen Sie sich vorab über die Kosten eines Gerichtsverfahrens und mögliche Beihilfen durch Ihre Rechtschutzversicherung oder eine Prozesskostenhilfe.
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    Was Patienten über Reha wissen sollten
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